Wandern auf Langkawi

von Achim

Eine Attraktion auf Langkawi ist die Seilbahn, mit der man den Berg Machincang hochfahren kann. Man hat dabei wohl tolle Aussichten auf die Insel und das Meer. Nachdem wir die letzten Tage aber so viel in Fahrzeugen und Hotelzimmern rumgehangen sind, wollten wir uns heute wieder etwas mehr bewegen und haben beschlossen auf den Gipfel zu Fuss zu laufen.

Per Grab (das asiatische Uber) ging es zuerst zum Fuß der Seilbahn. Von dort geht der Wanderweg los. Erster Zwischenstopp dieser schöne Wasserfall:

Der Weg geht dann weiter Richtung Seven Wells und Blaue Lagune, die wir uns aber für nach dem Aufstieg aufgehoben haben. Dann kommt die Abzweigung für den Peak 701 (vermutlich ist der Gipfel 701m hoch) und da beginnt der Spass so richtig. Der Weg ist recht steil und hat schon bald immer mehr kleine Kletterpartien:

Technisch ist das alles gut machbar, auch wegen des Seils, das einem den ganzen Weg begleitet. Allerdings überwindet man fast 700 Höhenmeter auf knapp 4km Strecke. Es ist also nicht weit aber ordentlich steil. Und das bei tropischem Wetter - heftig. Gegen Ende wird man allerdings auch mit fürstlichen Aussichten belohnt:

Bereits hier ist man höher als die Bergstation der Seilbahn, die man ganz in der Ferne Richtung Meer sieht.

Vom Gipfel des Gunung Machinchang bietet sich dann folgendes Panorama:

Allerdings brennt die Sonne da auch ziemlich runter. Wir waren vom Aufstieg so überhitzt dass wir es leider nur sehr kurz auf dem Gipfel ausgehalten haben.

Nach dem Abstieg sind wir dann zur blauen Lagune abgezweigt und haben uns erstmal eine wohlverdiente Abkühlung in dem kühlen Wasser gegönnt:

Auch bei den Seven Wells sind wir nochmal reingegangen und haben die natürlichen Steinrutschen ausprobiert. Mittlerweile waren auch ein paar Affen dort unterwegs:

Diese Art haben wir bisher noch nicht gesehen.

Nach dieser Aktion werden wir heute Nacht sicher gut schlafen.

Das geht:

  • Schöner Wanderweg
  • Joghurt mit Obst - ist hier nicht üblich, kann man sich aber selbst zusammenstellen
  • Auf der Insel gibt es einen Duty Free Laden (Perniagaan Haji Ismail), in dem man deutsche Schokolade günstiger als bei uns einkaufen kann

Das geht nicht:

  • Stundenlang rumsitzen und auf die Fähre warten (ja, ok, wir waren halt auch 3h zu früh da…)
  • Nach Ankunft am Fähranleger fast eine Stunde auf die vereinbarte Abholung vom Hotel warten
  • Aus Verzweiflung und mangels Alternativen auf Notfallessen zurückgreifen müssen (vor der Abfahrt Mac & Cheese aus der Mikrowelle, bei Ankunft KFC)
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Auf der Durchreise

von Achim

Um die Fahrt von Kuala Lumpur auf die Insel Langkawi ein bisschen aufzubrechen, haben wir noch einen Zwischenstopp in Ipoh eingelegt. In dieser ehemaligen Minenstadt waren viele chinesische Gastarbeiter, die immer noch den kleinen historischen Kern des Städtchens prägen. Dort kann man durch die engen Gassen schlendern:

Es gibt allerlei netten Krimskrams:

Eine Besonderheit in Ipoh ist der “White Coffee":

Hm, sieht für mich gar nicht so weiss aus.

Es hat sich auch die Wandmalerei etabliert, sodass wir hier und da schöne Bilder gesehen haben:

Nach diesem kurzen Zwischenstopp ging es dann schon weiter mit dem Zug nach Alor Setar. Man muss allerdings wissen dass man hier etwas früher am Bahnhof sein sollte. Denn Anfangs darf man gar nicht auf’s Gleis:

Man setzt sich in die Wartehalle und wartet darauf dass die Ankunft des Zuges angesagt wird (so 15-20min vor Abfahrt). Dann wird das Ticket nochmal kontrolliert und man darf auf dem Bahnsteig. Allerdings wird der Zugang zum Bahnsteig 5min vor Abfahrt wieder geschlossen, man muss also pünktlich sein! Das Prozedere erinnert ein bisschen an den Flughafen, nur zum Glück ohne die ganzen Sicherheitskontrollen.

Der Effekt ist aber dass man ganz entspannt und mit viel Zeit ein- und aussteigen kann. Es gibt keinerlei Chaos oder Geschiebe. Der Zug selbst ist modern und angenehm:

Auf die Insel ging’s dann mit einer Fähre:

Nicht ganz so vertrauenserweckend wie der Zug, aber sie ist nicht untergegangen.

Das geht:

  • Tolle indisch-malaiische Fusionsküche
  • Zug fahren in Malaysia: er ist pünktlich, kein Stress beim Ein- und Aussteigen und jeder hat einen Sitzplatz
  • Ähnlich sieht’s mit dem Bus aus: top Sache!

Das geht nicht:

  • Versuchen in Ipoh um 19:00 was zu Essen zu finden und merken dass da schon alle Bordsteine hochgeklappt sind
  • Zwei Kaffee trinken müssen, weil Ursel plötzlich feststellt dass da ja Eiswürfel im Kaffee drin sind und sie ihren Magen schonen will (da denkt man einmal als Nicht-Kaffee-Trinker “ich probier' das jetzt mal” und muss sich dann gleich zwei Becher von der Brühe reinschütten…)
  • Schlafmangel - könnte das am Kaffee liegen?
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Kuala Lumpur

von Achim

Kuala Lumpur ist mit 7,5 Millionen Einwohnern in der Metropolregion die größte Stadt Malaysias. Wir waren direkt neben der Markthalle (Pasar Seni) untergebracht. Eine super Location, besonders für alle die gerne essen. Viele der Sehenswürdigkeiten kann man von hier aus zu Fuß erreichen da der touristisch interessante Teil der Innenstadt erstaunlich klein ist. Für den Rest benutzt man einfach die moderne U-Bahn.

Direkt neben der Markthalle liegt Chinatown. Neben Straßen mit Essens- und Handelsständen gibt es dort auch Tempel zu sehen:

In der Stadt sind Anhänger vieler Religionen vertreten, hauptsächlich ist sie jedoch muslimisch geprägt. Und so gibt es auch jede Menge Moscheen, wie z.B. die beeindruckende Masjid Jamek:

Der maurische Baustil ist an vielen Orten der Stadt sichtbar:

Ebenso scheint aber auch der koloniale Einfluss der Engländer an vielen Stellen noch durch, hier verziert mit schönen Wandmalereien:

Die Lieblingsbeschäftigung der Bewohner von Kuala Lumpur ist anscheinend das Essen. Appetit sollte man auch als Besucher mitbringen, denn hier gibt es an jeder Ecke etwas leckeres. Auch in der Dessertabteilung ist hier richtig Musik drin:

Frankreich lässt grüßen.

Bekanntestes Wahrzeichen von Kuala Lumpur sind wohl die Petronas-Towers:

Sie sehen wirklich cool aus und sind mit über 450m Höhe derzeit angeblich immer noch die höchsten Zwillingstürme der Welt.

Sie sind umgeben von anderen Wolkenkratzern und der Ort an dem sie stehen sieht damit etwas surreal aus. Richtig futuristisch hat dieses Hochhaus hier mit seiner Fassadenbegrünung gewirkt:

Unter den Petronas Türmen befindet sich ein Einkaufszentrum und die U-Bahn Station.

Das höchste Gebäude der Stadt, und das momentan zweithöchste der Welt, ist mit über 670m jedoch das Merdeka 118. Von aussen wirkt es schon zum großteil fertig, aber drinnen wird noch gebaut. Die futuristische Innenarchitektur ist aber bereits jetzt beeindruckend und man kommt sich in dem Gebäude vor wie ein Zwerg:

Es steht etwas abseits des KLCC, wo sich die Petronas Türme befinden. Deshalb sieht man die Größenverhältnisse nicht wirklich:

Die spacigen Wolkenkratzer prägen das Stadtbild sehr und ich habe mich immer wieder an Dubai erinnert gefühlt. Rein von der Stimmung her hat es uns aber bei der lebendigen Markthalle am besten gefallen. Insgesamt eine beeindruckende Stadt, die definitiv einen Besuch Wert ist.

Das geht:

  • Das gute Essen an jeder Ecke
  • Das moderne, saubere und günstige U-Bahn System
  • Die entspannte Stimmung in der Stadt

Das geht nicht:

  • Wegen geplagtem Darm auf die ganzen Leckereien verzichten müssen - und das obwohl Ursel doch so gerne schlemmt
  • Teils nicht immer ganz fußgängerfreundlich (wenn man da irgendwo um etwas herum laufen muss dauert das immer eine Weile wegen der großen abgesperrten Areale)
  • Erst kurz vor knapp merken dass fast alle Züge nach Ipoh ausgebucht sind und dann den um 7:20 morgens nehmen müssen - schon wieder so früh aufstehen…
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Abschied von Indonesien

von Achim

Heute hiess es Abschied nehmen von Bukit Lawang - und morgen dann auch von Indonesien (für’s Erste). Wie schon erwähnt geht in Indonesien alles mit dem Roller / Moped. Da muss man gut aneinander vorbei manövrieren:

Auch unsere großen Rucksäcke wurden heute Morgen, dankenswerterweise, mit dem Roller zum Abfahrtsort transportiert:

“Nothing is impossible in the jungle!” haben sie gesagt. Ja, das haben wir die letzten Tage durchaus gesehen. Und so sind wir auch ein bisschen froh die ganzen Blutegel, Ameisenstraßen und täglichen Sturzgüsse langsam wieder hinter uns zu lassen.

Die Fahrt zurück nach Medan ging wieder mit dem Privat-Taxi. Ist natürlich teurer als mit dem Bus, aber hier sind wir Millionäre:

In Medan selbst haben wir uns dann erstmal das große Einkaufszentrum angeschaut. Meine alten Puma-Schuhe mussten nach dem Orang-Utan-Trek nun wirklich endgültig entsorgt werden. Deshalb habe ich mich gefreut einen modischen Schuhladen zu entdecken:

Komisch, alles in Plastik eingeschweisst. Glücklicherweise hatten sie sogar Schuhgröße 45. Und so habe ich mir ein paar Schuhe für 1,8 Millionen IDR geleistet. Endlich mal einen auf dicke Hose machen…

Das geht:

  • Die tollen Eindrücke der letzten Tage
  • Zimmer ohne Ameisenstraße
  • Dusche mit gescheitem Wasserdruck

Das geht nicht:

  • Ware ohne Preis ausstellen - fast so unangenehm wie vor dem Laden angesprochen zu werden…
  • Am 01.01. immer noch amerikanische Weihnachtslieder in Dauerschleife ertragen müssen (aber hier wechseln sie sich wenigstens ab, anders als im Flughafen-Hotel, wo während des Frühstücks Jingle-Bells in Dauerschleife lief)
  • Leute, die sich in der Supermarkt-Caféteria ganz ungeniert die Zehennägel schneiden
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