Cat Ba Nationalpark

von Achim

Für Wanderfreunde gibt es auf Cat Ba den Nationalpark. Dort kann man vom Eingang bis zum Hai Viet Dorf laufen (ca. 9km). Hört sich eigentlich ganz gemütlich an.

Beim Eingang gibt es allerdings einen Aussichtsturm den wir nicht auslassen wollten. Nach ca. 200 steilen Höhenmetern waren wir dann oben und haben die tolle Aussicht auf die Berge genossen:

Wieder unten angekommen ging’s dann auf den eigentlichen Wanderweg:

Wie auch schon bei der Rollertour gab es hier super viele Schmetterlinge:

In allen möglichen Farben und Formen:

Wir hatten Glück dass wir tatsächlich so viele fotografieren konnten:

Sie sind echt schwer vor die Linse zu bekommen da sie unglaublich aufgeregt herumflattern.

An einer Stelle ist mir ein “X” im Wald aufgefallen. Bei genauerem Hinsehen haben wir diese große Spinne dahinter entdeckt:

Anscheinend gibt es mehrere Spinnenarten die solche Muster (Stabilimente) in ihr Netz machen. Wir hatten das vorher noch nie gesehen.

Stellenweise hatten wir gute Aussichten auf die schöne Umgebung:

Dieser Baum (vermutlich eine Würgefeige) hat einen natürlichen Torbogen geformt:

Oder ist es vielleicht Baumbart, der einen Spaziergang unternimmt?

Am Ende der Strecke angekommen haben wir uns dann entschieden noch den Aufstieg zum Funkturm zu machen. Das war sehr anstrengend aber die tolle 360° Aussicht auf Ha Long Bay und Lan Ha Bay war es absolut wert:

Nach dem Abstieg hat uns im Dorf zum Glück gleich jemand angesprochen ob wir ein Boot zurück in die Stadt wollen. Es war schon ziemlich spät und so haben wir das Angebot dankend angenommen. Vom Dorf sind es noch ca. 4,5km zum Hafen vom Hai Viet Fischerdorf. Glücklicherweise war im Angebot ein Leihfahrrad bis zum Hafen inklusive, sodass wir die Strecke nicht auch noch laufen mussten. Zu gucken gab es wieder allerhand:

Am Hafen angekommen haben uns dann schon die “Freunde” des Fahrtenverkäufers erwartet. Und mit diesem Prachtstück sind wir dann wieder in die Stadt gefahren:

Tucker, tucker. An Langsamkeit hat das wohl nur die Fähre nach Cat Ba übertroffen. Wir haben unseren “Sunset Cruise” durch Lan Ha Bay sehr genossen.

Das geht:

  • Schon witzig wie das hier läuft: man drückt einem Typen Geld in die Hand und bekommt lediglich ein Versprechen dass man irgendwo ganz anders von jemandem irgendwohin gefahren wird, ganz ohne Fahrschein oder sonstwas - bisher hat das hier erstaunlicherweise immer geklappt, die Vietnamesen sind wohl sehr ehrlich
  • Am Ende dann fast 20km und über 1000 Höhenmeter gelaufen sein - ein sportlicher Tag!
  • Gerade noch das letzte Boot zurück in die Stadt erwischen

Das geht nicht:

  • Die Autos hier sind echt super niedrig, sodass ich nicht aufrecht sitzen konnte (wir hatten eigentlich einen Busfahrschein zum Nationalpark gekauft, dann stand aber plötzlich ein Taxi vor der Tür)
  • Neben, über und unter Leitungen wandern an denen ein Schild steht: “DO NOT TOUCH! Dangerous electricity caused deadly.” (s.i.c.)
  • Die “Leiter” auf den Sockel des Sendeturms: schon halb abgeknickt und so instabil dass sie sich ordentlich durchgebogen hat wenn man draufgestanden ist - aber immerhin war sie mit Kabeln mit einer zweiten, etwas intakteren, “Leiter” zusammengebunden
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Rollern auf Cat Ba

von Achim

In Südostasien läuft alles mit Rollern. Da es hier bei einer Rollermiete keinen Versicherungsschutz gibt und der Verkehr teilweise recht chaotisch ist, hatten wir uns bisher mit dem Fahren zurückgehalten. Aber ich wollte das doch sehr gerne mal ausprobieren. Und Cat Ba schien der perfekte Ort dafür zu sein.

Bei einer Miete von 4 EUR pro Tag ist das Risiko Geld in den Sand zu setzen auch sehr gering. Nach ein bisschen Probefahrt am Vortag (ich bin davor noch nie gefahren), ging’s heute dann los:

Wir haben zuerst die Strecke zum Fährhafen Richtung Ha Long genommen. Die Landschaft hier ist super schön:

Und das Schöne war dass wir Fotostopps einlegen konnten, wo wir wollten.

Im Gegensatz zu dem Fährhafen an dem wir angekommen sind, ist der Hafen Richtung Ha Long sehr malerisch gelegen:

Ganz in der Nähe gibt es einen Holzsteg zu einem Schrein:

Aufgrund der Ebbe war alles total schlammig. Links und rechts vom Steg haben wir, bei genauem Hinsehen, Schlammspringer entdeckt:

Wir sind dann die Straße wieder bis zum Nationalparkeingang zurück gefahren. Auf dem Weg dorthin sind uns unglaublich viele Schmetterlinge über den Weg geflattert. Die ganze Straße war voll mit ihnen:

Über eine Verbindungsstraße ging’s dann Richtung anderem Fährhafen:

Der Fährhafen Richgung Haiphong ist sehr industriell und man sieht vor allem große Containerterminals. Nicht so interessant. Da sind wir lieber wieder Richtung Unterkunft gefahren und haben die schöne Aussicht genossen. Die Aussichtspunkte waren mit schönen Malereien verziert:

Eine nette Rollertour. Jetzt haben wir das auch mal gemacht und können bei Bedarf nochmal darauf zurückgreifen.

Das geht:

  • Scooter!
  • Wie durch ein Schmetterlingshaus fahren
  • Neue Sachen lernen

Das geht nicht:

  • Panisch die Sonnenbrille suchen und dabei nicht merken dass man sie auf der Nase hat, vor allem wenn’s der Partner erst auch mal nicht sieht - witzig wie das Gehirn manchmal (nicht) funktioniert
  • Wenn der Roller plötzlich komische Geräusche macht als ob ein Teil abfallen würde - ist aber zum Glück alles dran geblieben
  • Ein Wildschwein anhupen das die Straße versperrt - ja, OK, da ist es wohl klug auf die Jägerstochter zu hören (zumal es schon latent aggressiv zu uns herüber geschaut hat)
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Lan Ha und Halong Bay

von Achim

Halong Bay ist ein absolutes Highlight in Vietnam und einer der Gründe warum ich das Land gerne besuchen wollte. Nach ein bisschen Recherche haben wir allerdings den Eindruck bekommen dass Halong Bay mittlerweile wohl sehr dreckig und voll sein soll. Eine (momentan noch) weniger besuchte Alternative ist Lan Ha Bay, welche man mit Touren von Cat Ba Island besichtigen kann.

Wir haben also eine Gruppentour gebucht und los ging’s! Alle Touren fahren so ziemlich zur gleichen Zeit los und deshalb wurden wir beim ersten Teil der Tour von zahlreichen anderen Schiffen begleitet:

Die Stimmung an Deck war gut (bis ausgelassen) und die Landschaft schlichtweg grandios:

Irgendwann haben wir dann an einem schwimmenden Dock angelegt um eine Stunde lang die Gegend mit Kayaks erkunden zu dürfen. Das war toll weil man etwas näher an die Felsformationen herangekommen ist:

Danach ging’s auf eine Fischfarm, von denen es in der Gegend etliche gibt. Praktisch war dass unser Reiseleiter auf einer Fischfarm bei Cat Ba aufgewachsen ist und jede Menge erklären konnte:

Im Hintergrund sieht man den blauen Süßwassertank, den die Leute für Trinkwasser (abgekocht) und Waschwasser nehmen. Der Tank füllt sich während der Regenzeit und muss dann durch die Trockenzeit reichen. Ist das Wasser irgendwann leer kommt ein “Wasserboot” vom Festland und füllt die Tanks wieder auf.

Die gehaltenen Fische werden wohl aus China als kleine Fische gekauft und großgezogen:

Das Fleisch wird dann wieder nach China verkauft. Anscheinend weil der Bedarf dort sehr hoch ist. Zur Vermehrung halten sich die Fisch-Farmer aber auch eigene Fische, nicht alle Jungtiere werden eingekauft. Die Netze der Becken müssen alle drei Monate getauscht und gereinigt werden, weil sonst der Wasseraustausch nicht mehr funktioniert und die Fische ersticken würden - es setzt sich einfach zu viel am Netz fest (Wasserpflanzen, Algen, Muscheln).

Nach diesem interessanten Stopp ging’s weiter mit unserer Fahrt durch die Traumlandschaft:

Wir haben auch den Südzipfel von Halong Bay gestreift, wir konnten aber keinen Unterschied zu Lan Ha Bay erkennen.

Eigentlich war noch ein Schnorchelhalt eingeplant, aber wie man auf den Bildern sehen kann war das Wetter nicht sonderlich gut. Deshalb hat schnorcheln keinen Sinn gemacht und wir sind stattdessen noch zu Monkey Island gefahren. Unser Reiseleiter hat extra betont dass man wegen der Affen nichts zu essen oder trinken auf die Insel mitnehmen soll. Einer hat nicht richtig zugehört und schon wurde seine Cola-Dose geschnappt und leergetrunken:

Nicht cool.

Wir sind zum Gipfel des Inselberges gewandert, bzw. geklettert. Es war mal wieder einer dieser Wege:

Nachdem das letzte Stück dann ordentlich geklettert werden musste und auf dem “Gipfel” eigentlich auch nur Platz für eine Person war, hatte ich aber eine wirklich tolle Aussicht:

Nach dieser Adrenalinspritze ging’s dann wieder zurück Richtung Cat Ba.

Dabei kamen wir durch das Fisch-Farm-Dorf unseres Reiseleiters:

Das schwimmende Dorf liegt gerade vor dem Hafen von Cat Ba.

Eine richtig schöne und abwechslungsreise Tour.

Das geht:

  • Die netten Kanadier von vor ein paar Wochen (Grenzübertritt Laos/Kambodscha) plötzlich völlig überraschend auf Monkey Island wieder treffen
  • Wir hatten wieder eine tolle Reisegruppe auf dem Schiff - von feiernden Hamburgern bis zu netten Kanadiern aus Manitoba
  • Die Landschaft!

Das geht nicht:

  • Schlafmangel
  • Wildtiere füttern - sorry, aber anscheinend weiss es immer noch nicht jeder!
  • Rummel und Platzangst auf dem Gipfel
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Cat Ba

von Achim

Cat Ba ist eine Insel südlich von Hanoi. Mit einer Fahrtzeit von ca. 5h (inkl. Fähre) ist sie von Ninh Binh gut erreichbar. Schon von weitem sieht man das Teleportationsportal auf der Insel:

Dort materialisieren sich dann an schönen Tagen vermutlich die Raumfrachter. Wie man sieht kann man aber auch, statt Fähre oder Teleportation, einfach eine Seilbahn auf die Insel nehmen.

Während der Busfahrt hatten wir nur ein kleines Mittagessen (Bao Bun). Der leckere Backduft aus dem Café neben unserem Hotel hat uns daher wie magisch angezogen. Sie hatten allerdings nicht nur Backwaren, sondern auch Panna Cotta:

Na, da fackel ich ja nicht lange herum sondern greife gleich zu!

Nach dieser leckeren Stärkung sind wir losgezogen um schonmal ein bisschen die Insel zu erkunden. Auf dem Hügel hinter unserem Hotel gab’s Klippen mit toller Aussicht:

Bei diesem Anblick zieht es uns ja direkt die Schlappen aus!

Das geht:

  • Relativ kurze Busfahrt und dann sogar mit kurzem Raststopp - mir kommen fast die Freudentränen!
  • Tolle Buchten und Felsen
  • Einfach ein bisschen herumlaufen und entdecken

Das geht nicht:

  • Die Bombenreste der Amis aus dem Vietnamkrieg, die bis heute - über 50 Jahre nach Kriegsende - anscheinend immer noch häufig für Verletzte und Tote sorgen. In allen drei Ländern durch die der Ho Chi Minh Pfad ging (Laos, Kambodscha, Vietnam) sollte man heute immer noch wegen der Bombenreste und Minen keinesfalls von den Wegen abweichen um nicht in die Luft zu fliegen (in Phong Nha durfte man z.B. nur mit Führer wandern). In Deutschland findet man ja auch immer mal wieder einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg aber hier scheint das echt nochmal deutlich drastischer zu sein.
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