Komodo Kreuzfahrt - Im Haifischbecken

von Achim

Nach einer schönen Karaoke-Abschlussfeier gestern Abend an Deck war heute der letzte Tag unserer Komodo-Kreuzfahrt. Und den haben wir hauptsächlich im Wasser verbracht. Als erstes waren wir in Manjarite Gewässern schnorcheln:

Hier gab es große Fischschwärme:

Und viele bunte Fische:

Wir haben auch eine Schildkröte gesehen. Allerdings war sie leider zu weit weg für ein gescheites Bild.

Da es hier etwas tiefer war konnte ich gleich schonmal was von meinem Apnoetauchkurs anwenden.

Danach sind wir zur Insel Kelor gefahren wo es Baby-Riffhaie zu sehen gibt. Und in der Tat, wir haben sie gleich entdeckt:

Man muss noch nicht mal schnorcheln um sie zu sehen. Sie kommen in’s flache Wasser und schwimmen einem um die Füße:

Schon ein etwas komisches Gefühl aber sie waren ganz friedlich.

Wir sind trotzdem losgeschnorchelt und haben dabei noch dutzende weitere Babyhaie gesehen. Ein weiterer Höhepunkt war dieser Rochen:

Wir hatten gestern schon einen gesehen aber diesmal hat Ursel ihn richtig schön erwischt. Besonders als er sich zum ausruhen unter einen Felsen verkrochen hat:

Anschließend hieß es dann schon Abschied nehmen von unserem “Menami”-Boot, der Crew und unseren netten Mit-Passagieren. Es war wirklich ein tolles Erlebnis!

Das geht:

  • Eine unserer chinesischen Mitreisenden fragen ob sie Müsli kennt und als Antwort bekommen: “Klar, die haben ein Kopftuch auf und essen kein Schweinefleisch!” - ist mir vorher noch gar nicht aufgefallen dass Müsli und Muslim so nah beieinander liegen, aber Halal wäre es ja schonmal…
  • Mit dem kleinen Beiboot vom Schiff zum Hafen gefahren werden und dabei nicht untergehen - puh, dann wäre das auch geschafft!
  • Wir freuen uns jetzt schon darauf heute Nacht ohne Dieseldämpfe und -abgase in unserem Zimmer schlafen zu können

Das geht nicht:

  • Wenn beim duschen die Klobürste plötzlich anfängt durch’s Bad zu schwimmen - bei Schräglage in die falsche Richtung hat das Wasser auf dem Boden halt nicht den Abfluss erreicht
  • Wenn die Klospülung bei allen Klos ausfällt und man dann, naja, ihr könnt euch denken was dann so passiert…
  • Wenn plötzlich Wasser zum Kabinenfenster hereinkommt - wir haben ja schon geahnt dass sie nicht ganz dicht sind
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Komodo Kreuzfahrt - Ein Feuerwerk!

von Achim

Nachdem wir gestern ja hauptsächlich Strecke gemacht haben und es nur wenige Aktivitäten gab war es heute das komplette Gegenteil. Schon beim Sonnenaufgang waren wir bereits bei der Insel Komodo, die es aber noch zu umrunden galt:

Die Insel ist Teil des Komodo Nationalparks und Heimat der legendären Komododrachen (Komodowarane). Diese größten Echsen der Welt werden bis zu drei Metern lang und ihr Biss endet meist tödlich. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aus Sicherheitsgründen darf man nur mit Rangern auf die Pirsch gehen. Unsere Gruppe hat zahlreiche der beeindruckenden Tiere entdeckt:

Wir hatten sogar extra Glück und uns ist ein junger Komodowaran über den Weg gelaufen:

Die schöne bunte Färbung haben wohl nur die Jungtiere.

Im Wald haben wir Hirsche, wohl eine beliebte Nahrung der Komodowarane, kämpfen sehen:

Nach einem leckeren Mittagessen auf dem Schiff ging es weiter zum Pink Beach. Die rosa Färbung des Strands kommt von Millionen kleiner Stückchen roter Korallen im Sand:

Richtig hübsch, und etwas surreal, war dann auch noch dieser Hirsch im Wasser:

Schnorcheln hat hier auch richtig Spass gemacht. Wir hatten schöne Korallen und beste Sicht:

Letzter Stopp des Tages war der Aussichtspunkt auf Padar-Island. Hier hat man wirklich einen ganz besondern Ausblick und sieht drei Buchten gleichzeitig:

Und etwas später haben wir noch Insta-kompatiblen Sonnenuntergang obendrauf bekommen:

Was für ein Tag - ein absolutes Feuerwerk!

Das geht:

  • Die schöne Landschaft um Komodo Island
  • Der rosa Strand - echt abgefahren
  • Endlich mal richtige Drachen sehen - naja, also fast

Das geht nicht:

  • Von seinen Eltern gefressen werden - die Komodowaran-Kinder müssen allerdings auch damit rechnen
  • Ein Vater der gedankenverloren am Strand herumläuft und dabei übersieht dass seine kleine Tochter direkt auf einen Komodowaran zuläuft - Ursel hat die Kleine zum Glück noch rechtzeitig aufgehalten
  • Heute haben wir über 600 Fotos gemacht - was das wieder Speicherplatz kostet…
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Komodo Kreuzfahrt - Walhai

von Achim

Heute sind wir gegen 7:00 an der Walhai-Stelle in Saleh Bay angekommen. Das Ganze läuft so ab dass ein Fischerboot versucht Walhaie anzulocken indem es, mit Futter angereichertes, Wasser ins Meer pumpt:

Wenn man Glück hat kommt dann ein Walhai:

Wir hatten heute Glück und der Walhai war sehr hungrig:

Unseren vier chinesischen Mädels wurde es dann aber doch ein bisschen unwohl als der große Fisch direkt auf sie zugeschwommen kam:

Ausgewachsene Walhaie können wohl bis zu 15m lang werden. Der hier war vermutlich um die vier Meter lang. Schön war als er sich ein bisschen vom Fischerboot entfernt hat und einfach so herumgeschwommen ist:

Es war zwar schön dass ich den Walhai diesmal auch sehen konnte, aber dieses ganze mit Futter anlocken und dann die ganzen Leute im Wasser macht das Erlebnis schon etwas fragwürdig. Für mich war’s das dann auf jeden Fall mit Walhaien oder sonstigen Tieren die man erst mit Futter anlocken muss. Bin ich absolut kein Fan davon.

Vor dem Mittagessen gab es dann “Fun Jumps”. Man durfte vom ganz oberen Deck (ca. 7-8m hoch) oder vom Bug (ca. 4m) in’s Wasser springen. Das Angebot wurde gut angenommen.

Ein weiteres Highlight war dass wir heute zweimal Delfine gesehen haben. Beides mal war es eine kleine Gruppe die um unser Schiff geschwommen und gesprungen ist:

Und am Abend gab’s dann noch einen dramatischen Sonnenuntergang:

Das darauffolgende Gewitter hat den Tag dann noch schön abgerundet.

Das geht:

  • Der Sternenhimmel auf See
  • Nicht um 4:30 vom Muezzin geweckt werden - die Moslems auf dem Schiff haben es auch ohne den Weckruf geschafft rechtzeitig zu beten
  • Die nette Gesellschaft auf dem Schiff

Das geht nicht:

  • Es gibt leider immer irgendjemanden der sich mit wilden Tieren daneben benimmt - heute war es der Typ der die ganze Zeit den Walhai anfassen musste um Selfies zu machen
  • Der Abgasgeruch in unserer “Deluxe Sea View Cabin A/C” ist so stark dass ich irgendwann gegen 4:30 an die frische Luft auf’s Deck musste - schlecht für meinen Schlaf, aber der Sternenhimmel war unglaublich!
  • Ich bin unentschieden: kommt der Gestank wirklich von den Abgasen oder schlafen wir vielleicht über einem undichten Treibstofftank?
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Komodo Kreuzfahrt - Es geht los!

von Achim

Die nächsten drei Tage werden wir auf dem Schiff verbringen. Wir haben uns entschieden eine “Kreuzfahrt” von Lombok nach Flores zu machen. Unterwegs macht man verschiedene Stopps sodass man auch was sieht. Die Auswahl des “Kreuzfahrt”-Anbieters ist uns nicht ganz leicht gefallen. Wenn man sich über die “Kreuzfahrt” erkundigt stößt man schnell auf allerlei Horrorgschichten. Von “die Klimaanlage hat die ganze Nacht auf unser Bett getropft” über “wir hatten jeden Tag Hunger” bis hin zu “ein anderes Boot hat uns gerammt und jetzt hat unser Boot ein Loch”. Obwohl “unser Beiboot ist untergegangen” auch nicht schlecht ist, ist meine Lieblingsgeschichte jedoch “weil Ramadan war mussten wir leider ohne Kapitän losfahren”. Obwohl wir uns extra für die “Luxus-Kreuzfahrt” entschieden haben sind wir also mental auf einiges vorbereitet.

Wir wurden um 9:00 in Kuta abgeholt und dann zum Büro von Golden Island Cruises gebracht. Dort mussten wir dann ein Formular unterschreiben und auf die anderen Gäste warten. Als alle da waren ging’s dann zum Hafen, wo wir unser Boot, die “Menami” bestiegen haben:

Wir dachten wir gönnen uns mal richtig was und haben uns für die Zimmerkategorie “Deluxe Sea View Cabin A/C” entschieden:

Sieht ja echt schick aus. Klassischerweise schläft man bei den Komodo-“Kreuzfahrten” wohl an Deck im Matrazenlager.

Wir sind pünktlich gegen 14:30 in See gestochen. Unser einziger Halt für heute war Kenawa Island:

Wir sind dann im kleinen Beiboot an den Strand gebracht worden:

Die Insel die man gegenüber sieht ist Sumbawa. Sie ist ziemlich groß und wird uns die nächsten zwei Tage begleiten.

Als wir unser Schiff so angeschaut haben ist uns ein Loch in der Seite, etwas oberhalb des Wasserpegels, aufgefallen:

Na, ist doch sicher alles fein…

Kenawa Island ist vorwiegend mit Gras bewachsen und wirkt so wie eine Art “Mini-Steppe”. Wir haben diese hübschen Blumen gesehen:

Der Hügel, von dem aus man den Sonnenuntergang beobachten kann, ist nicht sonderlich hoch. Allerdings hat man wirklich einen tollen Ausblick von oben. Mit Sonnenuntergang war zwar nichts, weil alles total wolkenverhangen war, aber das herannahende Gewitter hat uns dafür einen tollen Regenbogen beschert:

Als alle wieder am Strand waren ging es zurück auf’s Schiff. Da das Meer jetzt ein bisschen rauer war, konnten wir auch sofort die Geschichte mit dem gekenterten Beiboot nachvollziehen. Aber es haben alle wohlbehalten zurück auf’s Schiff geschafft. Nach einem leckeren Abendessen ging’s dann ziemlich früh in’s Bett.

Das geht:

  • In See stechen
  • Die schöne Aussicht auf Kenawa Island
  • Das Essen auf dem Schiff ist unerwartet gut

Das geht nicht:

  • Leider ist die “Menami” ein absoluter Stinker und zieht eine rauchige Dieselwolke hinter sich her
  • Noch mehr leider gibt es wenige Orte auf dem Schiff wo man nichts von der Dieselwolke hat
  • Besonders unschön ist das natürlich in der Kabine wenn man schlafen will - wie in einer Garage mit laufendem Auto…
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