Tour de Force: von Coron nach Gili Air

von Achim

Gestern hat der Wecker bei uns um 4:30 Morgens für den Flug nach Bali geklingelt. Unsere ursprüngliche Flugverbindung wäre halbwegs direkt von Coron über Manila nach Bali gewesen und um 16:00 gestartet. Da Philippine Airlines aber irgendwas umgestellt hat, war die urpsrüngliche Route nicht mehr verfügbar und wir mussten nun noch einen Umweg über Cebu nehmen. Das ist ungefähr so als würde man von Freiburg nach Stuttgart noch über München fahren. Zusätzlich hat sich die Wartezeit in Manila auf sieben Stunden erhöht.

Der elektronische Vorab-Check-In ging, vermutlich aufgrund der Flugroutenumstellung, nicht. Wir mussten also in Coron am Schalter einchecken. Das wurde unerwartet spannend. Zwischendurch hat es sich für uns so angehört als ob unsere Tickets gerade erst beim einchecken besorgt wurden - obwohl unser Flug als umgebucht galt. Während wir da so standen haben wir schon befürchtet dass das ganze Prozedere so lange dauern würde dass wir vielleicht sogar noch unseren Flug verpassen. Nach ca. 45 Minuten am Check-In war es dann soweit und wir haben endlich unsere Bordkarten bekommen. Zum Glück hatten wir genügend Puffer eingebaut und die Zeit hat sogar noch für das Herunterschlingen eines Muffins gereicht:

Nachdem unsere kleine Propellermaschine sicher in Cebu gelandet war, durften wir hier zwei Stunden auf die Weiterreise warten. Unsinnigerweise gab es nach dem Aussteigen nochmal einen Sicherheitscheck unseres Gepäcks, das ja schon vor dem Einsteigen geprüft wurde. Naja, vielleicht läuft das unter Arbeitsbeschaffung.

Unsere sieben Stunden in Manila konnten wir dann mit lesen, durch’s Terminal geistern und Müsli essen verbringen. Ja, sie hatten tatsächlich Müsli in Manila! Als es dann endlich soweit war, konnten wir pünktlich in unser Flugzeug einsteigen. Nach der Landung, die vom Philippine Airlines Lied begleitet wurde, gab es in Bali ein bisschen Aufregung weil unser Gepäck sehr spät auf’s Band kam - aber es kam. Vor dem Flughafen hat dann eine Horde Taxi-Fahrer gewartet und mit sehr viel Enthusiasmus ihre Dienste angeboten. Anstrengend. Unser Hotel war jedoch in Fußweite und gegen 2:00 konnten wir endlich schlafen gehen. Am nächsten Morgen haben wir festgestellt dass alle Euro-Münzen aus meinem Rucksack fehlen. Da hat wohl irgendjemand vom Bodenpersonal zugegriffen. Immerhin hat er den Rest dringelassen.

Nach dem Frühstück ging es dann gleich weiter Richtung des Fährhafens in Bali:

Dort haben wir, nach ein bisschen herumfragen, einen fairen Deal für die Überfahrt nach Gili Air gefunden. Schön dass im Wartebereich der MKP-Lounge guter Melodic Metalcore lief. Die fast vierstündige Überfahrt von Bali nach Gili Air kam uns relativ lang vor - wahrscheinlich waren wir einfach schon zu durch. Immerhin haben wir dann auf Gili Air tatsächlich noch eine Inselumrundung geschafft. Und unterwegs gab’s noch schön Abendessen am Strand:

So, dann mal gute Nacht.

Coron - Reefs & Wrecks

von Achim

Nachdem wir ja gestern zum ersten Mal an einem Schiffswrack geschnorchelt sind, waren wir sehr gespannt auf die heutige “Reefs & Wrecks” Tour. Diesmal ging’s mit dem Boot richtung Westen. Erster Schnorchelstopp war das East Tangat Shipwreck (soweit ich das rausfinden konnte):

Das Schiffswrack eignet sich, aufgrund seiner geringen Tiefe, wohl gut für Tauchanfänger - daher auch die ganzen Bläschen.

Für uns als Schnorchler war das nächste Wrack, das Lusong Gunboat, aber noch viel besser:

Das, auf der Seite liegende Kriegsschiff, war vielleicht ein bis zwei Meter unter der Wasseroberfläche:

Die Sichtbarkeit war richtig top und es hat Spass gemacht ein bisschen entlang des Wracks zu tauchen. Erstaunlich wie viele Korallen sich auf dem alten Schiffsrumpf angesiedelt haben.

Nach einem kleinen Schnorcheltrip durch einen schönen “Korallengarten” sind wir dann zu unserem letzten Halt aufgebrochen, Pass Island:

Hier gab es wieder ein leckeres Mittagsbuffet. Und jede Menge, gut kletterbare, Palmen:

Direkt vor der Insel war ein richtig tolles Korallenriff:

Die Vielfalt an Farben und Formen war überwältigend. Leuchtendes Hellblau, kräftiges Lila, giftiges Hellgrün, sattes Goldgelb - und was man sich sonst noch so vorstellen kann:

Wir haben auch lebendige Riesenmuscheln gesehen:

Wenn man ein bisschen gewartet hat, hat man gesehen wie sie sich bewegt haben.

Eine richtig tolle Tour mit ganz besonderen Sehenswürdigkeiten. Hoffentlich bleibt die schöne Unterwasserwelt noch lange gesund und erhalten.

Das geht:

  • Die faszinierenden Farben und Formen der Meeresbewohner
  • Unsere Gruppe - kaum passt man mal nicht auf hat man ein paar nette Frankfurter mit auf dem Boot
  • Der Frozen Yoghurt von Froco hier in Coron

Das geht nicht:

  • Trotz Schlafmangels eine halbe Stunde zu früh aufstehen, weil man die Abfahrtszeit falsch verstanden hat - ärgerlich, aber besser so als andersrum
  • Dringend die Bootstoilette benutzen müssen - die Details erspare ich euch (immerhin gab es auf dem Boot eine…)
  • Die Hitze in unserer Unterkunft - wir fühlen uns ein bisschen wie Hänsel und Gretel im Backofen
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Coron - Tour B

von Achim

Die Leute auf Coron sind mit ihren Tourennamen etwas kreativer als die in El Nido. Statt Tour A bis D haben sie hier bei B gemerkt dass es albern wird und sich stattdessen ordentliche Namen ausgedacht - oder zumindest so getan. Nichtsdestotrotz haben wir uns heute für Tour B entschieden.

Erster Halt war Barracuda Lake, ein malerischer See mit einer Mischung aus Süss- und Salzwasser:

Wir hatten nicht das Glück einen Barracuda zu sehen, aber die steilen und bizarren Felswände im Wasser sind bei der fast glasklaren Sicht einfach unglaublich:

Der See muss sehr tief sein, wir haben an keiner Stelle den Boden gesehen.

Um zum See zu kommen mussten wir von unserer Ankerstelle vor Coron-Island ein kurzes Stück zum Einstieg schwimmen um dann nochmal 3min zum See zu laufen. Ich gebe zu dass es ein bisschen beängstigend war durch das Wirrwar von den Booten mit ihren fetten Auslegern zu schwimmen aber wir wurden nicht umgefahren - nur fast.

Bei unserer Ankerstelle gab es eine steile Riffkante, die man schon vom Boot aus gut sehen konnte:

Wie schon im See ging’s an der Kante senkrecht nach unten und man hat das Ende nicht gesehen:

Einer in der Gruppe konnte Apnoetauchen und kam recht tief runter (vermutlich um die 10m). Leider war das keiner von uns beiden.

Weiter ging’s zu unserem zweiten Stopp, der Twin-Lagoon:

Das sieht doch wieder richtig schick aus.

Mittagessen gab’s auf dem Schiff beim Skeleton Point. Hier wurde ein japanisches Kriegsschiff im zweiten Weltkrieg versenkt und man kann es immer noch besichtigen:

Um näher ranzukommen muss man runter tauchen. Wie gesagt kann ich leider nicht Freitauchen aber 4m oder so habe ich hinbekommen:

Das schwierigste ist, beim Auftauchen mit keinem zusammenzustoßen. Über dem Wrack hängen nämlich die ganzen Leute gemütlich in ihren Schwimmwesten ab und halten einen Plausch.

Letzter Stopp war der Korallengarten, nicht weit vom Kriegsschiff entfernt:

Die Sicht war heute durchweg grandios und zu sehen gab es auch jede Menge. Eine gelungene Tour.

Das geht:

  • Das, fast schon unwirklich, türkise Wasser in Kombi mit den zerklüfteten Felsen
  • Die glasklare Sicht
  • Das Mittagessen auf dem Boot - immer wieder gut

Das geht nicht:

  • Die Organisation der Tour - eigentlich hätten wir auch eine Stunde später aufstehen können…
  • Leute die auf Korallen rumstehen und es dann noch nichtmal einsehen wenn man sie darauf anspricht - es geht mir nicht in den Kopf wie man das, weswegen man gekommen ist, einfach kaputt machen kann (allerdings sehen wir das erschreckend oft in Südostasien)
  • Verpassen wann man wieder beim Boot sein soll und dann das Boot ohne einen losfahren sehen - das gibt ordentlich Adrenalin, haha
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Coron

von Achim

Vor zwei Tagen sind wir von El Nido mit der Fähre nach Coron gefahren:

Man kann das auch, anstatt die Fähre zu nehmen, als Inselhopping-Tour in drei Tagen machen. Freunde von uns hatten das kürzlich gemacht und es uns wärmstens empfohlen. Allerdings hatten wir unsere Unterkünfte schon vorgebucht und mussten daher mit der Aussicht von der Fähre vorlieb nehmen:

Ist doch auch schon ganz schön was.

In Coron angekommen haben wir uns dann erstmal ein bisschen von der Überfahrt erholt. Am nächsten Tag war für mich nochmal Erholungszeit angesagt und ich hab’s langsam angehen lassen. Am Abend sind wir zur Aussichtsplattform auf dem Tapyas gewandert. Aber nicht ohne dass sich Ursel vorher noch ein “Halo Halo” genehmigt hat:

Das ist ein relativ seltsames Getränk aus, je nach Zubereitung, Eisscheiben (“shaved ice”), Kondensmilch, Bohnenpampe, Gemüsestückchen, Wackelpudding und andere Merkwürdigkeiten. Ursel musste härter daran arbeiten das Getränk fertig zu trinken als am Aufstieg auf den Berg.

Als es aber dann geschafft war (das Getränk und der Aufstig), wurden wir mit einer tollen Aussicht belohnt:

In Richtung Inselmitte erhebt sich ein Berg:

Wir haben etwas abseites der Aussichtsplattform ein paar Affen in den Bäumen entdeckt:

Sie waren noch natürlich scheu und noch nicht durch (fütternde) Touristen “versaut” und aggressiv. Angenehm.

Täglich pilgert die Instagram Gemeinde zum Sonnenuntergang auf den Tapyas. Auf der Plattform reihen sich dann die Leute aneinander um zu sehen wie die rot-glühende Himmelsscheibe hinter den Bergen versinkt:

Ein tolles Naturschauspiel!

Das geht:

  • Die 15 EUR die wir mehr für die Fähre bezahlt haben - dafür hat das Schiff einen echt guten Eindruck gemacht und wir hatten überdachte Freiluftplätze!
  • Panoramaüberfahrt
  • Nur ein bisschen abseites der Hauptroute gehen und schon hat man seine Ruhe

Das geht nicht:

  • Dauerbellende Hunde mit eisernem Durchhaltevermögen auf der Fähre (zum Glück nur die letzte halbe Stunde)
  • Halo Halo - diese wilde Mischung sollen lieber andere Leute genießen
  • Überfüllte Touri-Restaurants mit der Kombi schlecht und teuer
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