Zoo Berlin

von Achim

In Berlin gibt es zwei große Tiergehege: den Zoo und den Tierpark (nicht zu verwechseln mit dem Tiergarten - der ist beim Zoo…). Der Zoo liegt ziemlich in der Stadtmitte, ist aber trotzdem sehr großzügig ausgelegt. Er ist leicht mit der U- und S-Bahn zu erreichen. Wir haben uns dieses Jahr eine Kombi-Jahreskarte für Zoo, Tierpark und Aquarium gegönnt. Die haben wir schon sehr oft benutzt dieses Jahr.

Direkt beim Zoo ist das Aquarium. Dort gibt es, neben den Becken mit den Fischen, auch ein Stockwerk mit Reptilien. Da haben wir dieses Chamäleon entdeckt:

Wir konnten leider nicht beobachten wie es die Farbe wechselt.

Das Aquarium hat uns jetzt nicht so vom Hocker gehauen, wir sind aber vermutlich auch verwöhnt durch das Vancouver Aquarium.

Weiter ging’s also in den Zoo. Dort geht es tierisch ab. Manch einer muss sich bei dem ganzen wilden Treiben allerdings auch ab und zu mal ein bisschen ausruhen:

Andere lassen die Sau raus:

Tja, nochmal Schwein gehabt!

Richtig süß sind auch die zwei kleinen Panda-Jungen Pit und Paule. Die Lieblingsbeschäftigung der Energiebündel scheint das Raufen zu sein:

Da wird mit harten Bandagen gekämpft! Wer nicht aufpasst wird in den Fuß gebissen.

Der Zoo beherbergt auch eine Vielzahl an Affen, unter anderem Gorillas. Diese mächtigen Tiere sind wirklich beeindruckend:

Wie bedrückend dass auch sie, wie viele andere Tierarten im Zoo, vom Aussterben bedroht sind.

Deutlich besser ist die Lage beim Steinbock. Ihre Bestände sind stabil. Diese waghalsigen Kletterer kennen keine (Höhen-) Angst und es macht richtig Spass ihnen zuzuschauen wie sie sich geschmeidig durch die Berglandschaft bewegen:

Der Höhepunkt unseres Zoobesuchs waren diesmal jedoch die Elefanten. Es war schon spät und sie haben beschlossen vor der Bettzeit noch ein Bad zu nehmen:

Da wir schonmal ordentlich von indischen Elefanten nass gemacht wurden, haben wir Sicherheitsabstand gehalten. Besonders als der Große so richtigen Spass daran entwickelt hat mit seinem mächtigen Kopf ins Wasser zu schlagen. Diesmal wurden andere nass. :D

Als sie dann mit ihrem Bad fertig waren, haben sie sich zu dem dritten Elefant gesellt und sich zum abtrocknen mit Staub beworfen:

Ein richtig schöner Abschluss des Zoo-Besuchs.

Ich bin ja immer zwiegespalten bei Zoos. Einerseits tun mir die eingesperrten Tiere leid, andererseits wären manche Tierarten ohne Zoos schon komplett ausgestorben. Sie leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung und zur Aufklärung über die Situation. Auch wenn es deprimierend ist, auf jedem zweiten Schild “gefährdet” oder “vom Aussterben bedroht” zu lesen, ist diese Aufklärung doch bitter nötig.

Der Zoo Berlin ist auf jeden Fall einen Besuch wert - nicht nur wegen der großen Vielfalt an Tieren, sondern auch wegen der angenehmen und geräumigen Gestaltung des Geländes.

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Spreewald

von Achim

Das Biosphärenreservat Spreewald ist in unter einer Stunde von Berlin direkt mit dem Zug zu erreichen. Das macht es perfekt für einen Tagesausflug in die Natur. Mit seinen vielen urigen Wasserwegen und alten Wäldern ist es eine tolle Landschaft, wenn man mal aus der Stadt rauskommen möchte.

Wir sind gestern von Lübbenau mit einem Mietkanu gestartet, das wir den ganzen Tag zur Verfügung hatten. Damit lässt sich das Gebiet ideal erkunden. Auch wenn auf den Hauptadern der zahlreichen Fließe reger Paddelverkehr herrscht, verteilt es sich doch ganz gut. Und wenn man in einen kleineren Nebenarm abbiegt stehen die Chancen nicht schlecht dass man tatsächlich ganz alleine ist:

Größtenteils säumen Bäume das Ufer, wodurch man auch im Hochsommer noch wunderbar paddeln kann ohne vor Hitze einzugehen:

Einziges Problem sind die vielen Bremsen und Stechmücken, aber die gehören halt zur Wasserlandschaft dazu.

Das Aussteigen während der Fahrt ist im Spreewald verboten. Auf’s Baden muss also verzichtet werden um Pflanzen und Tiere nicht zu (zer-) stören. Es gibt auch die ein oder andere Einkehrmöglichkeit für Paddler. Einfach das Kanu an Land ziehen und dann die örtlichen Spezialitäten wie z.B. geräucherte Forellen genießen - Spreewaldgurken natürlich inklusive!

Wir haben noch einen Bonusabstecher in den Hochwald gemacht, ein Gebiet nordöstlich von Lübbenau mit schön urigem Wald:

Der Spreewald bietet anscheinend über 5000 Tier- und Pflanzenarten Heimat. Wenn man lautlos durch den Spreewald paddelt wird einem schnell klar warum hier solch ein Artenreichtum herrscht. Leider haben wir jedoch, ausser vielen tollen bunten Libellen und ein paar Fischen, nicht viele Tiere gesehen. Wir hatten auch nicht das große Glück einen Biber oder Fischotter zu entdecken. Allerdings ist uns in Lehde ein Nutria, eine recht große Wasserratte, über den Weg geschwommen.

Im Spreewald scheinen die Uhren langsamer zu laufen. So haben wir z.B. einen dieser hübschen Heuhaufen entdeckt, wie wir sie vor Jahren bereits in Rumänien gesehen haben:

Die Dörfer wirken, mit ihren hübschen alten Häusern und den zahlreichen Kanälen, sehr entspannt und gemütlich:

Ein Ausflug in den Spreewald ist also durchaus lohnenswert. Und wem ein Tagesausflug nicht reicht der kann auch bis nach Berlin paddeln.

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Sächsische Schweiz

von Achim

Letzte Woche habe ich meinen Urlaub genutzt um in die sächsische Schweiz zu fahren. Von Berlin gibt es praktischerweise mehrfach am Tag eine Direktverbindung mit dem EC nach Bad Schandau mit Endziel Prag. Ich habe mein Fahrrad mitgenommen um vor Ort mobil zu sein. Das hat sich einerseits als sehr praktisch, andererseits als sehr anstrengend herausgestellt: es ist in der Gegend recht hügelig.

Aber mit meinem Fahrrad war ich mobil um zu verschienden Wanderwegen zu gelangen. Der erste war relativ kurz und perfekt für den Einstieg. Dort habe ich dieses schöne Haus direkt am Fels entdeckt:

Am Tag darauf stand dann eine größere Tour mit Einstig über die Häntzschelstiege auf dem Programm. Für diesen Klettersteig sollte man halbwegs schwindelfrei sein und idealerweise ein Klettersteigset mitbringen. Ich hatte beides nicht:

Aber es gibt genug Griffe um sich immer gut festhalten zu können. Und oben wird man mit einer grandiosen Aussicht belohnt:

Die Tour beinhaltete weitere Höhepunkte wie den Carolafelsen oder die Affensteine. Ganz am Ende ging es noch zum “Kuhstall”, einem großen Felsentor:

Die ebenfalls unbedingt zu empfehlende Schrammsteinaussicht habe ich diesmal ausgelassen, weil ich dort schon zweimal war.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich pausieren, aber dem Wetter geschuldet habe ich meine Wanderung auf der Bastei einen Tag vorgezogen. Die Basteibrücke ist so etwas wie das Wahrzeichen der sächsischen Schweiz und mit den umliegenden natürlichen Felsentürmen absolut beeindruckend:

Auch die Ausblicke auf den Raaber Kessel, welcher sich direkt neben der Basteibrücke befindet, sind atemberaubend. Leider ist die Basteibrücke aber sehr überlaufen, man muss also mit größeren Menschenmassen rechnen.

Ganz in der Nähe kann man durch die kühlen, grünen Schwedenlöcher wieder absteigen:

Meine letzte Tour, zwei Tage später, hat mich dann in die hintere sächsische Schweiz geführt. Dort bieten sich nicht so viele spektakuläre Ausblicke wie in den populäreren Gebieten, allerdings ist auch deutlich weniger los. Ich bin nur sehr wenigen Menschen begegnet. Der Höhepunkt bei dieser Tour war die Flechtenblüte, die ich relativ am Anfang der Tour an einem Felsen entdeckt habe:

Das hatte ich vorher noch nie gesehen! Wirklich sehr schön. Hat mich fast schon ein bisschen an Korallen erinnert, nur im Wald. Es gibt immer wieder neues zu entdecken!

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Kirschen pflücken in Potsdam

von Achim

Wir haben zu Weihnachten einen Hofladenführer für Brandenburg bekommen in dem jede Menge interessanter Höfe rund um Berlin vorgestellt werden. Da Ursel ein großer Kirschenfreund ist, wollten wir letztes Wochenende mal zu Neumanns Erntegarten in Bornim, einem kleinen Vorort von Potsdam, fahren. Zuerst ging es mit der S-Bahn nach Potsdam Hbf und von dort mit dem Fahrrad, durch teils völlig sandige Waldwege, nach Bornim:

Es ist teilweise fast wie wenn man mit dem Fahrrad am Strand fahren würde. Relativ anstrengend und herausfordernd.

Beim Hof angekommen trauten wir unseren Augen kaum. Auf dem Parkplatz war ein riesen Trubel und vor dem Eingang eine lange Schlange:

Aber es ging dann relativ schnell und nach ca. 15min konnten wir uns unter die, interessan­terweise hauptsächlich türkischen, Mitpflücker mischen:

Der Hain war schon relativ abgegrast und glich eher einem großen Familienfest als einem Kirschacker. Aber wir haben noch genug Kirschen gefunden, auch wenn wir ein wenig die Idylle vermisst haben.

Auf dem Rückweg nach Potsdam sind wir an einem großen Mohnfeld vorbeigekommen, das leuchtend rot in der Nachmittagssonne stand:

Der Weg führte uns weiter durch den weitläufigen Park Sanssouci, in dem wir das hübsche Chinesische Haus entdeckt haben:

Im Park befindet sich natürlich auch das Schloss Sanssouci (“ohne Sorge”) selbst:

Hier hat König Friedrich II. (der “Alte Fritz”) sorglos Weinbergterrassen vor dem Schloss anlegen lassen, in welchen sich Weinstöcke mit Feigenbäumen in einer Wintergartenkonstruktion abwechseln:

Ziemlich clever, der alte Fritz.

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