Saigon

von Achim

Ho-Chi-Minh-Stadt, oder auch Saigon, ist mit über 22 Millionen Einwohner in der Metropolregion eine riesige Stadt:

Wir sind aber nur auf der Durchreise, daher war unser Einblick heute nur ein recht kurzer.

Heute Nacht findet das vietnamesische Neujahrsfest statt. Sie feiern, wie die Chinesen, das Mond-Neujahr. Die Stadt war sehr leer, da die meisten Einwohner wohl für’s Fest zu ihren Familien fahren (anscheinend sind 70% der Einwohner in Saigon von ausserhalb).

Wir sind ein bisschen herumgelaufen und sind dann zufällig in einem Park auf ein Neujahrsfest gestoßen:

Wie auch schon gestern in Can Tho waren hier überall Pferde. Sie hatten sogar echte Tiere aus Australien, Südafrika, Amerika und Vietnam. Scheinbar ist 2026 das Jahr des Pferdes.

Wie auch schon in Can Tho war hier alles sehr prächtig geschmückt:

Es war ein einziges Blumenmeer und sogar die vietnamesische Flagge war in Blumen zu sehen:

Es gab Drachentänzer deren Kostüme man anprobieren konnte:

Ein Detail das wir bisher noch nicht erwähnt haben sind die “Kloschuhe”. Beim Fest, aber auch schon im Nachtbus, musste man für den Toilettengang seine Schuhe ausziehen und in die bereitgestellten Kloschlappen schlüpfen:

Ob man dabei die Straßenschuhe vor dem Klo oder das Klo vor den Straßenschuhe schützen will, ist uns nicht ganz klar.

Auch hier in der Stadt waren wieder viele Häuser schön für’s Neujahrsfest dekoriert:

Das Fest scheint hier wirklich sehr wichtig zu sein. Unser Hotelpersonal hat gegen 16:00 das Haus verlassen und wir haben jetzt hier sturmfrei. :D

Heute Nacht wird es noch ein Feuerwerk geben. Na dann nochmal: Frohes Neues!

Das geht:

  • Robo-Tänzern im Park zuschauen
  • Es gibt wieder Curry!
  • Neujahr einfach ein zweites mal verschlafen

Das geht nicht:

  • Es ist nicht nur sehr heiss hier, sondern auch noch ultra-schwül
  • Gar nicht so leicht heute irgendwo Wasser zu kaufen
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Hipster in Vietnam

von Achim

Eigentlich ist die Touri-Attraktion in Can Tho ein schwimmender Markt. Allerdings scheint der seit Corona ausgestorben zu sein und exitiert nun jetzt scheinbar nur noch als Touristenfalle. Wir haben uns die Tour um 5:00 morgens also geschenkt und stattdessen ausgeschlafen. Ursel hat ein schickes Hipster-Café für’s Frühstück ausfinding gemacht:

Die hatten leckeren Käsekuchen und sogar Pastel de Nata:

Die nette Kulisse hat auch jede Menge Leute für Fotoshootings angezogen:

Wir vermuten sie waren hier um Fotos für’s Neujahrsfest (Tet) zu machen das in zwei Tagen statt findet. Das Café hatte sogar einen Kleiderschrank mit Outfits zum mieten aufgestellt:

Die Leute waren auf jeden Fall mit Fotografen und riesigen Schminkkoffern angerückt und hatten jede Menge Spass beim Fotos schießen. Mit ein paar hatten wir einen kurzen Austausch und ich durfte ein Foto von ihnen machen:

Danach sind wir ein bisschen in der Stadt am Fluss herumgelaufen. Hier gibt es wirklich nicht sonderlich viel zu sehen:

Dieser rosa VinFast (eine junge vietnamesische E-Auto Marke) im Lada-Design war aber ein echter Hingucker:

Ein nettes Detail war der sich drehende Aufziehschlüssel auf dem Dach. Witzig!

Nach einem leckeren Abendessen sind wir dann noch über die Neujahrsfestpromenade geschlendert. Auf ca. 200m war hier echt jede Menge aufgebaut:

Was für ein Rummel!

Das geht:

  • Entspannt brunchen mit leckerem Essen und schöner Atmosphäre
  • Die Vietnamesen in ihren stylischen Outfits
  • Nette Leute die einem helfen den Weg zu finden

Das geht nicht:

  • Man muss hier meistens auf der Straße laufen weil die Gehwege entweder komplett mit Rollern zugeparkt sind, mit Zeug zustehen (Verkaufsgegenstände, Caféstühle) oder jemand seine Hängematte quer über den Gehweg aufgespannt hat
  • Das Essen ist hier teilweise schon eine Herausforderung. Es muss den Vietnamesen ja mit unserem Essen ähnlich gehen. Sind die dann so “Och, schade dass die grobe Wurst hier gar keine Knorpel drin hat”?
  • Die Rollerdichte hier ist wirklich unfassbar! Die Leute rollern sogar direkt zum Marktstand auf dem Volksfest, anstatt einfach hinzulaufen.
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Can Tho

von Achim

Heute ging’s für uns gleich weiter in’s Mekong-Delta. Aber nicht ohne vorher nochmal ein paar leckere Banh Mochi zu verspeisen:

Wir haben ja schon von mehreren Leuten gehört dass das Reisen per Bus in Vietnam sehr komfortabel sein soll. Wir waren trotzdem überrascht dass wir die 3,5h Fahrt von Chau Doc nach Can Tho in einem Schlafbus gefahren sind. Es gab drei Reihen mit doppelstöckigen Einzelliegen von vorne nach hinten und dementsprechend zwei parallele Gänge:

Interessantes Design. Immerhin muss so niemand mit jemand fremdem schlafen.

In Can Tho sind wir dann auf Erkundungstour gegangen. Und wo wir gerade beim Schlafen sind: das nimmt hier einen sehr großen Stellenwert ein. Die Leute schlafen quasi überall und zu jeder Tageszeit. Und sie sind echt kreativ um sich Schlafgelegenheiten zu verschaffen:

Die Stadt liegt, wie schon Chau Doc, auch am Hau. Man kann hier schön an der Flusspromenade entlangspazieren um zumindest etwas dem unaufhörlichen Gedröhne der unzähligen Roller zu entkommen. Dabei sind wir an dieser Statue von Ho Chi Minh vorbeigekommen:

Die Stadt erwacht aber erst so richtig nach Einbruch der Dämmerung, wenn die Lichter angehen:

Dann ist die Flusspromenade bunt beleuchtet:

Die Skulpturen auf der “Liebesbrücke” lassen ihre Lichtanimationen aufspielen und auch die Schiffe auf dem Fluss machen mit intensiver Beleuchtung auf sich aufmerksam:

Auf dem, tagsüber noch toten, Marktplatz tummeln sich plötzlich lauter Essensstände und der Platz ist voller Leben:

Was für ein Unterschied zu nur ein paar Stunden früher!

Das geht:

  • Netter Austausch mit Österreichern - ich beneide sie ja ein bisschen dass sie in ein paar Tagen zurückfliegen und dann wieder Zugriff auf die leckere österreichische Küche haben…
  • Leckere Blasenwaffeln vom Markt
  • Hey, ein Supermarkt!

Das geht nicht:

  • Der Rollerlärm
  • Der Krach im allgemeinen - die Vietnamesen scheinen komplett lärmunempfindlich zu sein
  • Touri-Abzocke am Marktstand (nicht die Waffeln)
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Hallo Vietnam!

von Achim

Gestern sind wir von Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, mit dem Schiff nach Chau Doc in Vietnam gefahren. Chau Doc befindet sich am Hau, einem Fluss der parallel zum Mekong in’s Meer fließt. Durch einen Verbindungskanal sind wir vom Mekong in den Hau gekommen. Der Grenzübertritt verlief erfreulich geschmeidig und so konnten wir bald darauf schon an unserem Steg, mitten im Grünen, anlegen:

Auf der Fahrt ist uns aufgefallen dass hier deutlich mehr Müll im Fluss rumschwimmt. Das hält aber niemanden vom baden oder fischen ab.

Der Fluss ist auch hier integraler Bestandteil des Alltags. Es gibt viele schwimmende Häuser:

Und viele der Häuser am Ufer ragen, mithilfe von Stelzen, in den Fluss hinein:

An der Uferpromenade wurde den Bewohnern von Chau Doc ein frohes neues Jahr gewünscht:

Und zu einer Konferenz eingeladen:

Der Markt hier war mal wieder sehr urig. Hier gibt es alles zu kaufen was zappelt, oder auch nicht mehr zappelt. Ursel fand das Bild von der “Frau im Fleisch” besonders gut:

Und schöne Bauwerke gibt es hier, neben heftigem Rollerverkehr, natürlich auch:

Aber zum Glück sind wir ja mittlerweile erfahren im Straße überqueren.

Das geht:

  • Dass Ursel Sachen auf vietnamesisch bestellt - richtig cool!
  • Nudelsuppe
  • Bánh Mochi - kleine Teigkugeln mit süßer Füllung

Das geht nicht:

  • Die Vermüllung der Landschaft
  • Noch größere Zahlen beim Geldverkehr (1.000.000 Dong sind 33 Euro)
  • Ich kann mich immer noch nicht so richtig mit den Fischmarkt-Gerüchen anfreunden
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