Anaga

von Achim

Es wurde mal wieder Zeit die Basis zu verlegen. Deshalb sind wir heute Morgen von La Orotava in den Nordosten der Insel aufgebrochen. Vor dem Einchecken wollten wir aber noch eine leichte Wanderung machen. Ursel hatte sich dazu einen Weg bei Benijo im “Parque Rural de Anaga” ausgesucht. Die Anfahrt war mal wieder sehr kurvenreich, lohnte sich jedoch weil hier die Küste sehr schön ist:

Beim kleinen Ort Benijo startet die Wanderung die erst recht flach verläuft und hauptsächlich Ausblicke auf’s Meer bietet:

Ich weiss nicht ob es normal hier ist, aber es hat wirklich starkt gewindet. Das hat den Aufstieg nicht unbedingt leichter gemacht. Allerdings wurden wir oben dann gebührend für unsere Mühen mit einem tollen Rundumblick belohnt:

Bei diesem Anblick musste ich spontan an Hawaii denken.

In der anderen Richtung war’s auch schön, wenn auch etwas trockener:

Während wir so da oben standen und den Ausblick genossen haben mussten wir ziemlich aufpassen nicht vom Wind weggepustet zu werden. Es war wirklich unglaublich und beim Abstieg wurde es an manchen Stellen noch extremer. Der Wind schleuderte uns Sand und kleine Steinchen in die Augen und wir mussten aufpassen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Voll die Böhe!

Glücklich nicht in den Abgrund gepustet worden zu sein kamen wir wieder unten an.

Zur Unterkunft zeigte unser Navigationsgerät eine Strecke von 36km an. Fahrtzeit: 1,5 Stunden. Wir haben uns gefragt ob wir wohl wirklich so lange brauchen würden. Wir haben zwei Stunden gebraucht. Es waren nicht nur die endlosen Kurven und die Steigung sondern auch die grandiosen Aussichten, die uns die Fahrtzeit verlängert, aber auch sehr versüßt haben:

Die nächsten Tage werden wir diese waldige Gegend noch eindringlicher erkunden:

Ich freue mich schon drauf!

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Puerto de la Cruz

von Achim

Heute haben wir einen Ausflug nach Puerto de la Cruz gemacht. Dafür haben wir den Bus genommen um keinen Stress mit Fahren und Parken zu haben. Die Fahrt war nicht lang und schon waren wir direkt am Meer. Die schönen Hänge zum Strand hin sind total grün:

Auf dem Weg hinunter zum Strand sind wir an einem Tapas-Laden vorbeigekommen. Zugegebenermaßen war meine Erwartung nicht sonderlich hoch. Aber was dann auf den Tisch kam sah nicht nur umwerfend aus, es schmeckte auch mindestens genau so gut:

Danach sind wir noch ein bisschen zum Strand gegangen und haben das Meer genossen.

Die Küste in der Stadt ist jedoch überwiegend felsig:

Immer wieder sieht man Krebse die sich in großen Gruppen tapfer an den Felsen festhalten und von der rauen Brandung umspült werden. Wir konnten rote und schwarze entdecken:

Auch gab es zahlreiche Gezeitentümpel in denen man kleine Fische beobachten konnte. Ein netter Ausflug.

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Die Orgelpfeifen

von Achim

Bei La Orotava gibt es den Wanderweg “Los Organos” (dt. “die Orgeln”). Der Name kommt von einer Felsformation die an Orgelpfeifen erinnert. Man sieht sie ganz am Anfang des Weges, aber wir haben kein gutes Foto davon. Dafür haben wir eines vom Vulkan Teide gemacht, den man hier fast auf jeder Wanderung irgendwie sieht:

Das war’s so ziemlich mit guten Aussichten auf der Wanderung. Aber immerhin war man im Schatten in einem schönen Wald unterwegs:

War also mehr Bewegung als Aussichten.

Danach ging’s wieder zurück nach La Orotava, wo wir den schönen Garten gegenüber unserer Bleibe besucht haben:

Hier gab es schöne Pflanzen aus der ganzen Welt, viele mit prächtigen Blüten:

Das ist jedoch nicht der einzige Garten in La Orotava. Es gibt hier noch mehr davon. Wie z.B. den Victoria Garten, auch direkt nebenan:

Ebenfalls auf dem Programm für den Tag stand ein Besuch bei “Relieve”, einem Törtchenbäcker an der Ecke der feine Leckereien anzubieten hatte:

Ob Blattgold wohl gut für die Verdauung ist?

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Corona ist überall!

von Achim

Heute haben wir unsere Basis nach La Orotava an der Nordküste Teneriffas verlegt. Hier ist es deutlich grüner. Unterwegs haben wir im kleinen und hübschen Städtchen Garachico Halt gemacht. Der öffentliche Parkplatz ist am Hafen und bietet eine schöne Aussicht auf den Ort:

Als wir dann im Dorf herumgeschlendert sind, kam es uns recht schnell seltsam vor dass alle Leute mit Corona-Masken herumgelaufen sind. In einem Café haben wir dann auch den Grund erfahren: seit gestern gilt auf den gesamten Kanaren ständige Maskenpflicht im öffentlichen Raum - auch draussen. Na klasse. Aber als Gäste des Landes respektieren wir das natürlich. Corona ist leider einfach überall, da kann man nicht davor wegrennen. Das werden irgendwann auch die ganzen Spezialisten merken die gerade aufgrund der Pandemie nach sonstwohin auswandern.

Aber zurück zum Thema: in Garachico war an der Kirche immer noch die Weihnachtsdeko, während es im Aldi in Deutschland vermutlich schon keine Dominosteine mehr gibt um den Osterhasen Platz zu machen:

Es ist doch schön dass es die Spanier da nicht ganz so eilig haben. Ein Grund dabei ist sicherlich dass man hier die Geschenke erst am 06. Januar, dem Feiertag der heiligen drei Könige, austeilt. Wenn man mal so darüber nachdenkt macht das auch viel mehr Sinn wie unser Brauch in Deutschland am 24.12. die Geschenke zu verteilen:

Ist doch immer wieder sehr spannend anderen Kulturen und Bräuchen zu begegnen und von ihnen zu lernen. Da merkt man stets wie klein und beschränkt der eigene Horizont ist.

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Punta de Teno - fast

von Achim

Unseren letzten Tag in Callao Salvaje wollten wir nutzen um nochmal etwas mehr von der Umgebung zu erkunden. Ziel heute war der “Punta de Teno”, der westlichste Punkt Teneriffas.

Um dorthin zu kommen haben wir die Bergstraße über Masca genommen. Mit wenig Platz und zahlreichen Windungen schlängelt sie sich durch die schöne Landschaft und bietet immer mal wieder Aussichtspunkte mit Haltebuchten für einen Genuss- und Fotostopp (sofern diese nicht schon komplett zugeparkt sind):

So fährt man Kurve um Kurve und hofft dass einem kein SUV oder gar ein Reisebus entgegenkommt. Leider kann man so den grandiosen Ausblick als Fahrer nur halb genießen:

Eigentlich wäre es ja schön gewesen mal kurz in Masca auszusteigen und den Ort zu Fuß zu erkunden. Da hier aber alles absolut zugeparkt war (inklusive der Plätze wo man gar nicht parken durfte) sind wir einfach nur durchgefahren. In solchen Momenten fragt man sich ja dann schon wie es den Einwohnern in dieser Situation wohl geht und wohin das mit der immer weiter steigenden Zahl an Blechkisten auf diesem Planeten noch führen soll. Aber ich schweife ab…

Auf der anderen Seite des Dorfes ging es dann wieder hoch und auf dem Pass gab es erneut schöne Ausblicke:

Das was in dem Bild aussieht wie eine Mauer ist übrigens keine, sondern es scheint einfach nur eine härtere Gesteinsschicht zu sein die der Erosion besser standgehalten hat als die anderen. Interessanter Anblick.

Nach einer wieder sehr kurvenreichen Abfahrt sind wir dann irgendwann im Örtchen beim Punta de Teno angekommen. Leider war die Straße zum Zielpunkt gesperrt und es durften hier nur noch Busse und Taxis weiterfahren. Wir haben uns entschlossen die Straße ein Stück weit zu Fuß zu gehen bis zu einem Aussichtspunkt:

Auf dem Rückweg haben wir einen Schädel entdeckt, den wir bei Hinweg wohl übersehen haben:

Vermutlich stammt der von einem Hund.

Die Heimfahrt wurde dann, dank unseres treuen Tomtom Navigationsgerätes, nochmal spannend. Es hat die Angewohnheit manchmal wirklich saudumme Routen vorzuschlagen um ein paar Meter zu sparen. Zugegeben es ist schon sehr alt (2012 in San Francisco bei unserer ersten großen Reise gekauft), aber es überrascht uns immer wieder mit solchen tollen “Abkürzungen”. In diesem Fall hat es uns, mal wieder, von der gut ausgebauten Hauptstraße runtergelotst und durch kleine Seitenstraßen geschickt. Die waren so steil dass ich fürchte ohne Anlauf wären wir steckengeblieben. Also runterschalten, Pedal durchdrücken und beten dass niemand entgegenkommt! Spontan musste ich an die Straße denken die uns die Reiseführer-Autoren in Hawaii als die steilste Straße der Welt verkauft haben - ich glaube sie waren noch nie auf Teneriffa…

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