Lac Aussois

von Achim

Heute haben wir die Wanderung zum Lac Aussois in den französischen Alpen gemacht (aus dem hervorragenden Wanderlust Alpen Führer). Man kann beim zweiten Stausee kostenlos parken und dann geht’s los. Erst ziemlich steil am Seeufer die Böschung hoch, bis man irgendwann einen schönen Ausblick auf die zwei Stauseen und das Bergpanorama dahinter hatte:

Was für eine Augenweide! Besonders wenn man in Berlin wohnt wo gefühlt jede Erhebung über 30m schon als Berg gilt.

Also hier gibt’s auf jeden Fall Bergwelt satt:

Schön ist auch dass es in dieser Gegend viele Murmeltiere gibt. Wir mussten zwar ein bisschen geduldig sein, aber dann haben wir auch schon bald die ersten entdeckt:

Wir hatten besonderes Glück und konnten ihnen sogar dabei zuschauen wie sie ihre Gebietskonflikte klären. Hier ging das mit einer Art Schulterwurf, wie beim Judo:

Eine weitere tolle Sichtung war ein Hermelin, der während unserer Mittagspause im Steinhaufen gegenüber unterwegs war. Für ein Foto war das flinke Tier aber leider viel zu schnell.

Es bieten sich immer wieder schöne Berg-Panoramen:

Und gegen Ende der Tour konnten wir noch einen Blick auf den Steilhang werfen, den wir am Anfang überwunden haben.

Sehr schöne Tour! Wir haben allerdings sehr gemerkt dass wir jetzt im Flachland wohnen und die letzten 1 12 Jahre, dank Corona-Homeoffice, nur auf dem Hintern gesessen sind.

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Corona Flucht

von Achim

Wir sind ja leider immer noch, trotz funktionierender Impfung und 7-Tage Inzidenzen im einstelligen Bereich, im festen Würgegriff der Corona-Pandemie - zumindest sehen das unsere Politiker so. Uns wird das alles langsam zu bunt und deshalb mussten wir mal hier raus. Allerdings ist das dieses Jahr gar nicht so einfach. Eigentlich wollten wir nach Norwegen aber da ist dicht. Nächste Option wäre Spanien gewesen aber da häufen sich schon wieder die Corona Fälle und wir haben keine Lust auf Quarantäne nach dem Urlaub. Als lohnenswertes Ziel bleibt noch Frankreich. Wir wollen uns dieses Jahr mal die Alpen anschauen.

Nachdem wir das Wochenden bei unseren Familien im Südwesten verbracht haben, ging’s dann am ersten Tag gleich schon ganz gut los. Unser Ziel war Annecy. Zwischen Genf und Annecy kamen wir noch an dieser schönen Brücke, der “Pont de la Caille” vorbei:

Man kann drüber laufen und den Ausblick in die schöne grüne Schlucht genießen:

In Annecy angekommen haben wir uns erstmal mit dem Auto durch’s französische Kleinstadtchaos gekämpft. Danach ging’s zu Fuß auf Erkundungstour. Aha, Kunst:

Annecy liegt am gleichnamigen Lac d’Annecy. Ein sehr schöner türkisblauer See mit Bergen im Hintergrund:

Bootsfahren ist hier total angesagt und es wimmelt nur so von Bootsverleihen. Die Anwohner haben natürlich eigene Boote und sich die besten Plätze gesichert - schön im Schatten:

Ein gelungener Fluchtanfang. Sehr schön hier.

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Berlinale: A Última Floresta

von Achim

Uns ist der Erhalt der Vielfalt in der Welt ein Anliegen. Deshalb spenden wir regelmäßig an Survival International, eine Organisation die sich für die Rechte indigener Völker einsetzt. Überraschenderweise haben wir dann letzte Woche plötzlich die Nachricht erhalten dass Survival noch Freikarten für den Film “A Última Floresta” auf der Berlinale zu verschenken hat und uns zwei geben würde. Das Angebot haben wir dankend angenommen.

Also ging’s am Samstag Abend bei angenehmem Sommerwetter über die beeindruckenden Teerweiten des Tempelhofer Feldes zur Hasenheide:

Dort gibt es ein Freiluftkino, in dem das Panorama-Programm der Berlinale stattfand:

Wie man sieht konnte man sein Fahrrad in’s Kino mit reinnehmen und drinnen parken. Geil!

Wir haben natürlich schon mal was von der Berlinale gehört, waren vorher aber noch nie dort. Die Atmosphäre war sehr entspannt. Die restlichen Filme im Programm klangen auch sehr interessant! Das müssen wir uns merken für nächstes Jahr.

Die Filmcrew (Regisseur, Photograph und Musikverantwortliche) ist extra aus Brasilien angereist und hat etwas zum Film, dessen Entstehung und kurz zur Lage der Ureinwohner in Brasilien erzählt:

Dann ging’s los und es gab spannende Einblicke in die Welt der Yanomami, einem Stamm von relativ abgelegenen Ureinwohnern in Brasilien. Es war sehr interessant ihre Lebensweise zu sehen und ihre Geschichten zu hören. Auch ging es um die Bedrohungen mit denen die Menschen dort zu kämpfen haben. Wir haben uns immer wieder an unseren Besuch bei den Embera in Panama erinnert gefühlt. Die Menschen vom Stamm der Yanomami und ihre Lebensweise waren ebenso beeindruckend.

Bildquelle: https://f5online.com.br/documentario-brasileiro-a-ultima-floresta-e-premiado-no-festival-de-berlim/

Insgesamt ein sehr sehenswerter Film für alle, die es spannend finden wie man jenseites der “westlichen Welt” noch so leben kann und lebt. Den Trailer gibt es u.a. auf Vimeo.

Vor dem Film wurde noch darauf hingewiesen dass die derzeitige Regierung von Jair Bolsonaro eine Art verdeckten Völkermord an den Ureinwohnern Brasiliens plant. Wem dies zu verhindern ein Anliegen ist kann seinen Stimme u.a. über eine Kampagne von Survival International erheben.

Weitere Informationen zum Thema:

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Bergwandern in Berlin

von Achim

Wir machen in diesem Jahr regen Gebrauch von der Stadtbibliothek. Ursel geht immer hin wenn mal wieder offen ist und holt einen Schwung Medien für wenn dann wieder coronabedingt zu ist. So ist sie auch auf den Bergführer Berlin gestoßen. Dieser “Stadtführer für urbane Gipfelstürmer” stellt alle Erhebungen in Berlin vor und wir haben uns dann auch sogleich die Besteigung des Insulanerns in Schöneberg vorgenommen.

Der Insulaner ist eigentlich ein riesiger Schutthaufen aus Trümmern von Deutschlands dunkler Vergangenheit. Heute befindet sich darauf ein Freibad und eine Sternwarte.

Am Fuß des Berges bekommt man schonmal einen Vorgeschmack auf das Grandeur des Gipfelblicks:

Kurz vor dem Ziel lockt auch schon die Aussichtsplattform. Dort können sich müde Bergsteiger ausruhen und auf Sitzbänken eine Stärkung einnehmen:

Noch etwas dünner wird die Luft wenn man zum Observatorium will, für das ein weiterer Aufstieg nötig ist. Dafür wird man mit dem Anblick der Sternwarte belohnt:

“Errichtet 1962 - aus den Mitteln der Berliner Zahlenlotterie”:

Und da sag’ doch noch mal einer Glücksspiel wäre zu nichts gut.

Nach dem Abstieg haben wir uns noch zum quasi gegenüberliegenden Natur-Park Schöneberger Südgelande aufgemacht. Das ist ein stillgelegtes Bahngelände das zu einer Mischung aus Park und Kulturstätte umfunktioniert wurde:

Es steht sogar noch eine große alte Dampflok herum:

Auf dem Gelände holt sich die Natur die Flächen zurück und es sieht wirklich cool aus wie die ganzen künstlichen Objekte langsam zerfallen. Es entsteht ein schöner Kontrast zwischen mensch- und gottgemachtem.

Wie auch anderswo in Berlin gibt es hier viele schöne Bäume zu sehen:

Der Park ist von aktiven Bahnstrecken eingeschlossen und es kommen immer mal wieder Züge vorbeigefahren:

Ein schönes wildes Fleckchen in Berlin.

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Godzilla Keks

von Achim

Als wir letztens ein bisschen unterwegs waren haben wir das hier gesehen:

Da hat Godzilla wohl einen LKW mit einem Keks verwechselt.

Sowas gibt’s wirklich nur in Berlin.

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