Abschied vom Anaga Gebirge

von Achim

An unserem letzten Tag im Anaga Gebirge wollten wir nochmal eine Wanderung durch die schöne Landschaft unternehmen. Geplant war eine Rundtour von Afur nach Taganana und dann auf dem Berg wieder zurück.

Wir sind recht spät in Afur gestartet wo die Mittagssonne schon mächtig herunterbrannte. Erstmal ging es jedoch bergab zum Meer hinunter. Unterwegs gab es immer wieder schöne Ausblicke:

Man läuft tatsächlich die meiste Zeit an einem kleinen Bach vorbei. Hier schlängelt sich der kaum sichtbare Wasserlauf durch sein doch schon sehr deutlich erkennbares Bett:

Hier herrscht Sturzflut-Gefahr (“flash floods”), weshalb man die niederen Abschnitte des Flussbetts nicht betreten soll wenn man ansteigendes Wasser sieht.

Wir waren nicht die einzigen die an diesem heissen Tag unterwegs waren:

Fast schon beim Strand kommt man dann an diesem kleinen “Wasserfall” vorbei:

Dieser Bach war das einzige Fließgewässer auf Teneriffa, das wir gesehen haben, welches nicht ausgetrocknet war. Es war auf merkwürdige Weise unglaublich wohltuend und beruhigend das Geräusch des fließenden Wassers zu hören und diese tiefe Stelle mit klarem Süßwasser zu sehen.

Am Strand angekommen haben wir dann erstmal Rast gemacht. Dann ging’s weiter Richtung Taganana. Nach einem kurzen aber steilen Aufstieg hatten wir nochmal einen herrlichen Blick zurück zum Strand:

Der Weg verlief dann parallel zur Küstenlinie und offenbarte nach jeder Kurve immer mehr von der spektakulären Landschaft:

In Taganana haben wir in einem Baum eine Horde aufgeregter Vögel gesehen. Ein bisschen wie Spatzen nur mit gelbem Gefieder:

Vermutlich waren das Kanarengirlitze, die wilde Variante der Kanarienvögel.

Und weiter ging’s an kleinen Weinbergen vorbei, wieder steil den Berg hoch. Wenn man auf Teneriffa wandert raschelt es ständig im Gebüsch. Wenn man schnell genug ist sieht man noch eine der Eidechsen in’s Gebüsch flüchten. Oder man ist ganz still - dann kommen sie vielleicht wieder raus um sich auf einem Stein zu sonnen:

Eine schöne Abschluss-Tour für unsere Zeit im Anaga Gebirge.

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Vamos a la playa

von Achim

Immer nur wandern ist ja auch langweilig, weshalb wir heute einen Strandtag eingeplant haben. Etwas nordöstlich von Santa Cruz, bei San Andrés, befindet sich der Playa de las Teresitas. Das ist ein schöner, langer Sandstrand:

Untypisch für Teneriffa ist hier der goldene, feine Sand. Normalerweise sind hier alle Strände mit etwas gröberem schwarzem Vulkansand. Oder gleich mit größeren Gesteinsbrocken. Durch den Wellenbrecher war das Wasser recht ruhig und man konnte erstaunlich gut schnorcheln. Es macht einfach tierischen Spaß das bunte Treiben unter Wasser zu beobachten. Da dieser Strand dazu noch über viele Palmen und andere Bäume (und damit Schatten) verfügt bekommt er von mir beide Daumen hoch.

Als es sich ausgebadet hatte sind wir noch nach La Laguna gefahren. Das kleine Städtchen hat laut Reiseführer eine schnuckelige Altstadt:

Bei einem Haus konnte man sogar den schönen Innenhof besichtigen:

Ein nettes Städtchen.

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Vom Schatten in die Sonne und zurück

von Achim

Heute wollten wir noch weitere Erkundungstouren durch das Anaga Gebirge machen. Geplant war eigentlich nach Chinamada zu fahren, aber als ich die Abzweigung zum Pico del Inglés gesehen habe, bin ich spontan abgebogen. Eine goldrichtige Entscheidung denn dieser Aussichtspunkt ist wirklich grandios:

Von dort aus gibt es einen Wanderweg der bis nach Santa Cruz führt. Wir wollten das erste Stück, bis zum Cabezo del Viento, gehen. Der Weg führt durch angenehm schattigen Wald:

Bei so sonnigen Wetter wie heute sehr willkommen. Nach nicht allzu langer Zeit offenbaren sich hier tolle Blicke auf die umliegenden Täler:

In Hintergrund sieht man Gran Canaria im Ozean.

Dieser recht kurze Abstecher hat sich also wirklich mehr als gelohnt. Dann ging’s weiter nach Chinamada. Die Anfahrt erfolgt, wie sollte es auch anders sein, über eine kleine Straße mit Herzinfarktpotential. Erstmal kam uns natürlich der Bus entgegen.

Immer wieder offenbaren sich auf der Strecke tolle Ausblicke, zum Beispiel auf den markanten Roque de Taborno:

Chinamada selbst ist ein sehr kleines Dorf welches die Besonderheit aufweist, dass deren Bewohner in Wohnhöhlen leben. Das heisst sie haben Höhlen gegraben um dort drin zu wohnen. Einfach noch eine Hausfront vornedran und fertig:

Ist sicher sehr praktisch bei dem heissen Wetter.

Obwohl Chinamada nur vielleicht 5km Luftlinie von unserem ersten Aussichtspunkt ist, gibt es nämlich keinen schattigen Wald hier. Stattdessen brannte die Sonne ziemlich erbarmungslos herunter. Überall gibt es riesige Kakteengärten mit unzähligen Kaktusfeigen:

Wir haben uns für eine kurze Route entschlossen, mussten aber etwas flexibel sein, da der angepeilte Wanderweg nicht mehr wirklich existierte und wir nicht querfeldein durch kakteenbewachsene Abhänge laufen wollten. Am Ende haben wir aber unser Ziel erreicht:

Nach diesem schönen Ausblick ging es wieder in der Hitze zurück den Berg hoch. Unterwegs haben wir diesen Vogel entdeckt, der sich eine der vielen Kaktusfeigen hat schmecken lassen:

Und weil es ja noch nicht so spät war, wollten wir noch eine kleine Tour vom Cruz del Carmen zum Aussichtspunkt Llano de los Loros machen. Dort bieten sich schöne Ausblicke, ähnlich denen vom Pico del Inglés, aber nicht ganz so spektakulär.

Auf dem Rückweg haben wir dann dieses Rotkehlchen getroffen, welches gerade eine fortgeschmissene Apfelschale vertilgt hat:

Wohl bekomm’s! Rotkehlchen haben wir hier witzigerweise schon ziemlich viele gesehen.

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Anaga

von Achim

Es wurde mal wieder Zeit die Basis zu verlegen. Deshalb sind wir heute Morgen von La Orotava in den Nordosten der Insel aufgebrochen. Vor dem Einchecken wollten wir aber noch eine leichte Wanderung machen. Ursel hatte sich dazu einen Weg bei Benijo im “Parque Rural de Anaga” ausgesucht. Die Anfahrt war mal wieder sehr kurvenreich, lohnte sich jedoch weil hier die Küste sehr schön ist:

Beim kleinen Ort Benijo startet die Wanderung die erst recht flach verläuft und hauptsächlich Ausblicke auf’s Meer bietet:

Ich weiss nicht ob es normal hier ist, aber es hat wirklich starkt gewindet. Das hat den Aufstieg nicht unbedingt leichter gemacht. Allerdings wurden wir oben dann gebührend für unsere Mühen mit einem tollen Rundumblick belohnt:

Bei diesem Anblick musste ich spontan an Hawaii denken.

In der anderen Richtung war’s auch schön, wenn auch etwas trockener:

Während wir so da oben standen und den Ausblick genossen haben mussten wir ziemlich aufpassen nicht vom Wind weggepustet zu werden. Es war wirklich unglaublich und beim Abstieg wurde es an manchen Stellen noch extremer. Der Wind schleuderte uns Sand und kleine Steinchen in die Augen und wir mussten aufpassen das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Voll die Böhe!

Glücklich nicht in den Abgrund gepustet worden zu sein kamen wir wieder unten an.

Zur Unterkunft zeigte unser Navigationsgerät eine Strecke von 36km an. Fahrtzeit: 1,5 Stunden. Wir haben uns gefragt ob wir wohl wirklich so lange brauchen würden. Wir haben zwei Stunden gebraucht. Es waren nicht nur die endlosen Kurven und die Steigung sondern auch die grandiosen Aussichten, die uns die Fahrtzeit verlängert, aber auch sehr versüßt haben:

Die nächsten Tage werden wir diese waldige Gegend noch eindringlicher erkunden:

Ich freue mich schon drauf!

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Puerto de la Cruz

von Achim

Heute haben wir einen Ausflug nach Puerto de la Cruz gemacht. Dafür haben wir den Bus genommen um keinen Stress mit Fahren und Parken zu haben. Die Fahrt war nicht lang und schon waren wir direkt am Meer. Die schönen Hänge zum Strand hin sind total grün:

Auf dem Weg hinunter zum Strand sind wir an einem Tapas-Laden vorbeigekommen. Zugegebenermaßen war meine Erwartung nicht sonderlich hoch. Aber was dann auf den Tisch kam sah nicht nur umwerfend aus, es schmeckte auch mindestens genau so gut:

Danach sind wir noch ein bisschen zum Strand gegangen und haben das Meer genossen.

Die Küste in der Stadt ist jedoch überwiegend felsig:

Immer wieder sieht man Krebse die sich in großen Gruppen tapfer an den Felsen festhalten und von der rauen Brandung umspült werden. Wir konnten rote und schwarze entdecken:

Auch gab es zahlreiche Gezeitentümpel in denen man kleine Fische beobachten konnte. Ein netter Ausflug.

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