Karoo

von Achim

Die Karoo ist eine Halbwüstengegend in Südafrika. Um dorthin zu kommen sind wir ziemlich lange einfach gerade aus durch die Pampa gefahren:

Ist ein bisschen als würde man durch Nevada fahren. Im gleichnamigen Nationalpark haben wir erstmal unser Zelt aufgebaut und dann hieß es wieder “Game Drive”. Gleich am Anfang haben wir diese kleinen Böcke entdeckt:

Echt herzig. Es war sehr einfach sie zu fotografieren weil sie sich totstellen wenn sie einen bemerken.

Die Landschaft hat, trotz ihrer Kargheit, immer wieder schöne Anblicke geboten:

Und auch hier haben wir wieder die üblichen verdächtigen gesehen, diesmal aber auch mit Pavianen auf dem Bild:

Eine neue Entdeckung war dieser Löffelhund (bat eared fox):

Die Fahrt hat sich ziemlich hingezogen (man darf nur 20km/h fahren) sodass wir kurz vor Ankunft im Lager ein richtig schönes Abendlicht hatten:

Leider blieb dann nicht mehr viel Zeit für den “Fossil Trail”, aber so haben wir den halt nur noch kurz im Schnelldurchgang gemacht.

Was diese Bilder nicht erzählen:

  • Hui, da war ich am Abend ganz schön
  • müde.
  • Gähn!
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Valley of Desolation

von Achim

Heute stand das Valley of Desolation auf dem Programm. Es befindet sich im Camdeboo Nationalpark nur ein paar Kilometer von Graaff Reinet entfernt. Die Straße im Park ist sehr steil und schmal so dass man hofft dass einem niemand entgegen kommt. Denn an der Hangseite geht’s ordentlich in die Tiefe (natürlich ohne Leitplanken).

Der erste Aussichtspunkt ist aber gleich mal ziemlich grandios:

Man bekommt auch einen tollen seitlichen Einblick in’s Valley of Desolation:

Zum Ausgangspunkt der “Wanderung” muss man noch ein Stückchen höher fahren und dann kann man auf einem einstündigen Rundweg den Blick in’s Valley of Desolation genießen:

Erinnert fast ein bisschen an die Sächsische Schweiz.

Auf der anderen Seite des Rundweges bekommt man dann schöne Panorama-Blicke in’s Umland:

Für das europäische Auge sehr ungewohnt, fast schon als ob man auf einem anderen Planeten gelandet wäre. Wie diese Landschaften wohl entstanden sind?

Nach dieser kurzen aber sehr schönen Panoramawanderung sind wir noch in einen anderen Abschnitt des Camdeboo Nationalpark gegangen. Dort konnte man wieder nach Tieren Ausschau halten. Getroffen haben wir wieder so ziemlich die gleichen wie die letzten Tage. Allerdings gab es hier auch viele dieser Reiher:

Speziell dieser hier hatte gar keine Lust für unser Auto Platz zu machen.

Auch die “Vervet Monkeys” (Südliche Grünmeerkatzen) haben wir, wie auch schon die letzten Tage, immer wieder gesehen. Allerdings ist uns bisher noch kein gescheites Foto gelungen. Heute hat es dann geklappt:

Und wieder viele Zebras. Einfach zu schön um nicht nochmal ein Foto von ihnen hochzustellen:

Was diese Bilder nicht erzählen:

  • Heute hat uns der Ranger bei der Ausfahrt aus dem Park gefragt ob wir uns sicher gefühlt haben. Wir haben ihn daraufhin gefragt ob das hier wirklich so ein riesen Problem ist. Daraufhin meinte er es hätte halt mal diesen Zwischenfall beim Krüger NP und bei den Table Mountains gegeben wo Touristen ausgeraubt wurden. Das hört sich für uns jedoch eher nach Einzelfällen wie nach der Regel an. In der Provinz, so meinte er, ist Sicherheit normalerweise kein Problem.
  • Heute sind wir nochmal etwas früher durch die Stadt gelaufen und haben etwas mehr vom Straßenleben gesehen. An jeder Ecke der kleinen Innenstadt gibt es Leute die Gemüse und Obst verkaufen und es war deutlich mehr los als gestern (vermutlich weil wir dort kurz vor Dunkelheit unterwegs waren).
  • Die Leute hier haben wirklich eine andere Vorstellung von “leichtem” Essen: im Mountain Zebra Nationalpark waren unter “Light Meals” die Burger aufgelistet. Das “Light Breakfast” war mit Speck und Eiern auch nicht unbedingt das was wir als leicht bezeichnen würden. So unterschiedlich sind die Vorstellungen.
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Nicht ganz ungefährlich in der Dunkelheit

von Achim

Heute sind wir nach Graaff Reinet gefahren, eine kleine Stadt deren Hauptattraktion das nahgelegene “Valley of Desolation” ist. Da wir schon früh angekommen sind wollten wir uns noch ein bisschen die Stadt anschauen und noch was einkaufen gehen. Wir haben uns also bei unserer Gastgeberin erkundigt ob man hier rumlaufen kann. Sie meinte bis 21:00 sei das kein Problem.

Also sind wir losgezogen. Auffällig war erstmal dass überhaupt sehr wenige Leute auf der Straße unterwegs waren. In der Stadtmitte war dann mehr Leben aber alle die rumgelaufen sind waren Schwarze. Die Weissen schienen nur mit Autos unterwegs zu sein. Wir kamen an dieser schönen Kirche vorbei (sorry, iPhone-Bild):

Wir sind dann noch so ein bisschen rumgelaufen und irgendwann bei einem Markt gelandet wo viele Schwarze unterwegs waren (der Markt war aber leider schon abgebaut). Einige der Leute haben uns verwundert angeschaut so nach dem Motto “was macht ihr denn hier?”. Dann sind wir im Supermarkt (“Shoprite” - eine weit verbreitete Supermarktkette) einkaufen gegangen. Der Laden war voll mit Schwarzen Leuten, nur zwei Weisse haben wir gesehen. Wir wollten Joghurt kaufen als leichten Einstieg für meinen gebeutelten Magen. Nach 40min anstehen an der Kasse kamen wir dann dran und man hat uns gesagt dass die Kartenzahlung gerade nicht funktioniert (es war gerade ein Load-Shedding Zeitfenster aber der Laden hatte eigentlich einen eigenen Generator - keine Ahnung ob es damit zusammen hing). Da wir so viel Bargeld nicht dabei hatten mussten wir unseren Einkaufskorb leider an der Kasse stehen lassen und in ein Restaurant gehen.

Mittlerweile war es draussen schon dunkel und wir hatten ordentlich Hunger. Straßenbeleuchtung gab es keine, weshalb man aufpassen musste wo man hintritt. Auf der Straße war so gut wie niemand mehr unterwegs. Wir sind also zum Restaurant gegangen. Bisher haben wir nur Restaurants gefunden die sehr europäisch sind. Man denkt man ist in Europa, ausser dass alle Angestellten Schwarze sind. Aber die Kunden sind alle Weisse. Es fühlt sich für mich unglaublich schräg an. Als ob es zwei komplett unterschiedliche Welten in Südafrika gibt die sich nur an wenigen Stellen überschneiden. Irgendwie fast als ob man ein Stück Europa aus der Kolonialzeit dorthin exportiert hätte das da jetzt in einer eigenen Blase existiert. Das wirft für uns sehr viele Fragen auf und bringt uns immer wieder zum Nachdenken. Wahrscheinlich kann man Südafrika nicht wirklich von aussen verstehen.

Im Restaurant gab’s dann auch kurz mal einen Stromausfall aber immerhin hat die Kartenzahlung funktioniert. Naja, statt Joghurt gab’s dann halt eine recht wuchtige Pizza Hawaii mit extra viel Käse… Wir sind so gegen 19:30 nach Hause gelaufen. Ausser uns komplett tote Hose auf der Straße. Selbst der Verkehr war quasi nicht mehr vorhanden. Als wir dann die Straßenseite gewechselt haben ist es passiert. Ich will einen Schritt auf den Gehweg machen und übersehe, aufgrund der Dunkelheit, den Abwasserkanal (Stichwort “Freiburger Bächle”) und trete da voll rein. Zum Glück war da gerade kein Wasser drin und zum Glück konnte ich mich noch gut abfangen. Aber ja, da sieht man’s: nicht ganz ungefährlich in der Dunkelheit in Südafrika!

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Mountain Zebra National Park

von Achim

Da mein Magen heute immer noch sehr gereizt war habe ich heute auf das Frühstück verzichtet. Nachdem wir das Zelt abgebaut hatten sind wir dann Richtung Norden gefahren:

Beim Mountain Zebra National Park angekommen haben wir erstmal unser Zelt aufgeschlagen. Danach ging’s nochmal auf Safari-Tour:

Der Nationalpark liegt in einer sehr eindrucksvollen Landschaft:

Nach einer Weile haben wir mehrere Herden von Wildebeest (Gnus) gesehen:

Auch Springböcke haben wir hier viele gesehen:

Und kurz vor Ende unserer Fahrt kamen wir noch an einer Gruppe Vogel-Sträußen vorbei:

Einen Gepard haben wir leider nicht gesehen.

Was diese Bilder nicht erzählen:

  • Auf Ursels Frage ob denn wirklich Leute Waffen in den Park mitbringen (man muss diese deklarieren) entgegnete die nette Rangerin mit einem ungläubigen Lachen dass manche denken es wäre hier nicht sicher
  • Nachdem ich heute Frühstück und Mittagessen habe ausfallen lassen, habe ich es heute Abend mal mit was Festem probiert: Im Nationalpark Restaurant gabe es “Venison”, das ist Wild (z.B. Antilope) und man kann daraus z.B. einen super leckeren Eintopf machen
  • Wir sind so weit ab vom Schuss dass der Sternenhimmel super klar ist und man mühelos die Milchstraße erkennen kann
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Von Elefanten verfolgt

von Achim

Da wir zwei Nächte im Addo Elephant Park gebucht hatten konnten wir heute nochmal eine Runde drehen. Ein Mensch auf dem vorherigen Zeltplatz hat uns als Tipp gegeben sehr früh aufzustehen, weil man dann anscheinend die meisten Tiere sieht. Also haben wir uns den Wecker auf 6:00 gestellt.

Die Stimmung war auf jeden Fall sehr besonders, so früh am Morgen, mit dem dicken Vollmond am Himmel:

Ein richtiger Glückstreffer war dann diese Tüpfelhyäne, die uns über den Weg gelaufen ist:

Von einem Aussichtspunkt auf einem Berg konnte man gut in den Wald sehen. Schon verrückt wie viele Elefanten da unterwegs waren:

Auch sind uns immer wieder Zebras über den Weg gelaufen:

Auf einem Weg kam uns ein Fahrzeug entgegen dass uns gewarnt hat dass wir umdrehen sollten weil da eine Horde Elefanten die Straße runter kommt. Spätestens als wir dann den Bullen hinter uns gesehen haben, haben wir es auch gleich eingesehen und sind schnurstrackt umgedreht:

Man kommt sich doch plötzlich sehr klein vor wenn so ein riesen Vieh auf einen zukommt…

Wir haben beschlossen am Wasserloch zu warten und dort ein paar Tiere zu beobachten. Dort waren lediglich drei Elefanten und zwei Zebras. Dann nach einer Weile hat man eine Staubwolke am Horizont gesehen. Es waren die Elefanten vor denen wir umgedreht sind. Und sie sind richtiggehened auf das Wasserloch zugerannt:

Wir waren uns nicht sicher ob es jetzt gleich Stress gibt, aber es war eine freudige Begrüßung und es schien als hätten die drei am Wasserloch schon auf die Herde gewartet.

Und so ging das noch öfter an diesem Tag. Wir haben ziemlich oft auf Elefanten gewartet die die Straße blockiert haben:

Naja, wir hatten es ja zum Glück nicht eilig.

Was diese Bilder nicht erzählen:

  • Ursel ist heute gefahren und hat die teils aufregenden Situation mit Bravour gemeistert!
  • Elefanten können wirklich sehr lange am Wasserloch stehen und die Zeit mit trinken, planschen und Gruppenkuscheln verbringen - wahrscheinlich das Äquivalent zum “Water Cooler Talk”
  • Leider ging’s mir immer noch nicht wirklich gut
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