Heute haben wir einen Ausflug nach Puerto de la Cruz gemacht. Dafür haben wir den Bus genommen um keinen Stress mit Fahren und Parken zu haben. Die Fahrt war nicht lang und schon waren wir direkt am Meer. Die schönen Hänge zum Strand hin sind total grün:
Auf dem Weg hinunter zum Strand sind wir an einem Tapas-Laden vorbeigekommen. Zugegebenermaßen war meine Erwartung nicht sonderlich hoch. Aber was dann auf den Tisch kam sah nicht nur umwerfend aus, es schmeckte auch mindestens genau so gut:
Danach sind wir noch ein bisschen zum Strand gegangen und haben das Meer genossen.
Die Küste in der Stadt ist jedoch überwiegend felsig:
Immer wieder sieht man Krebse die sich in großen Gruppen tapfer an den Felsen festhalten und von der rauen Brandung umspült werden. Wir konnten rote und schwarze entdecken:
Auch gab es zahlreiche Gezeitentümpel in denen man kleine Fische beobachten konnte. Ein netter Ausflug.
Bei La Orotava gibt es den Wanderweg “Los Organos” (dt. “die Orgeln”). Der Name kommt von einer Felsformation die an Orgelpfeifen erinnert. Man sieht sie ganz am Anfang des Weges, aber wir haben kein gutes Foto davon. Dafür haben wir eines vom Vulkan Teide gemacht, den man hier fast auf jeder Wanderung irgendwie sieht:
Das war’s so ziemlich mit guten Aussichten auf der Wanderung. Aber immerhin war man im Schatten in einem schönen Wald unterwegs:
War also mehr Bewegung als Aussichten.
Danach ging’s wieder zurück nach La Orotava, wo wir den schönen Garten gegenüber unserer Bleibe besucht haben:
Hier gab es schöne Pflanzen aus der ganzen Welt, viele mit prächtigen Blüten:
Das ist jedoch nicht der einzige Garten in La Orotava. Es gibt hier noch mehr davon. Wie z.B. den Victoria Garten, auch direkt nebenan:
Ebenfalls auf dem Programm für den Tag stand ein Besuch bei “Relieve”, einem Törtchenbäcker an der Ecke der feine Leckereien anzubieten hatte:
Heute haben wir unsere Basis nach La Orotava an der Nordküste Teneriffas verlegt. Hier ist es deutlich grüner. Unterwegs haben wir im kleinen und hübschen Städtchen Garachico Halt gemacht. Der öffentliche Parkplatz ist am Hafen und bietet eine schöne Aussicht auf den Ort:
Als wir dann im Dorf herumgeschlendert sind, kam es uns recht schnell seltsam vor dass alle Leute mit Corona-Masken herumgelaufen sind. In einem Café haben wir dann auch den Grund erfahren: seit gestern gilt auf den gesamten Kanaren ständige Maskenpflicht im öffentlichen Raum - auch draussen. Na klasse. Aber als Gäste des Landes respektieren wir das natürlich. Corona ist leider einfach überall, da kann man nicht davor wegrennen. Das werden irgendwann auch die ganzen Spezialisten merken die gerade aufgrund der Pandemie nach sonstwohin auswandern.
Aber zurück zum Thema: in Garachico war an der Kirche immer noch die Weihnachtsdeko, während es im Aldi in Deutschland vermutlich schon keine Dominosteine mehr gibt um den Osterhasen Platz zu machen:
Es ist doch schön dass es die Spanier da nicht ganz so eilig haben. Ein Grund dabei ist sicherlich dass man hier die Geschenke erst am 06. Januar, dem Feiertag der heiligen drei Könige, austeilt. Wenn man mal so darüber nachdenkt macht das auch viel mehr Sinn wie unser Brauch in Deutschland am 24.12. die Geschenke zu verteilen:
Ist doch immer wieder sehr spannend anderen Kulturen und Bräuchen zu begegnen und von ihnen zu lernen. Da merkt man stets wie klein und beschränkt der eigene Horizont ist.
Unseren letzten Tag in Callao Salvaje wollten wir nutzen um nochmal etwas mehr von der Umgebung zu erkunden. Ziel heute war der “Punta de Teno”, der westlichste Punkt Teneriffas.
Um dorthin zu kommen haben wir die Bergstraße über Masca genommen. Mit wenig Platz und zahlreichen Windungen schlängelt sie sich durch die schöne Landschaft und bietet immer mal wieder Aussichtspunkte mit Haltebuchten für einen Genuss- und Fotostopp (sofern diese nicht schon komplett zugeparkt sind):
So fährt man Kurve um Kurve und hofft dass einem kein SUV oder gar ein Reisebus entgegenkommt. Leider kann man so den grandiosen Ausblick als Fahrer nur halb genießen:
Eigentlich wäre es ja schön gewesen mal kurz in Masca auszusteigen und den Ort zu Fuß zu erkunden. Da hier aber alles absolut zugeparkt war (inklusive der Plätze wo man gar nicht parken durfte) sind wir einfach nur durchgefahren. In solchen Momenten fragt man sich ja dann schon wie es den Einwohnern in dieser Situation wohl geht und wohin das mit der immer weiter steigenden Zahl an Blechkisten auf diesem Planeten noch führen soll. Aber ich schweife ab…
Auf der anderen Seite des Dorfes ging es dann wieder hoch und auf dem Pass gab es erneut schöne Ausblicke:
Das was in dem Bild aussieht wie eine Mauer ist übrigens keine, sondern es scheint einfach nur eine härtere Gesteinsschicht zu sein die der Erosion besser standgehalten hat als die anderen. Interessanter Anblick.
Nach einer wieder sehr kurvenreichen Abfahrt sind wir dann irgendwann im Örtchen beim Punta de Teno angekommen. Leider war die Straße zum Zielpunkt gesperrt und es durften hier nur noch Busse und Taxis weiterfahren. Wir haben uns entschlossen die Straße ein Stück weit zu Fuß zu gehen bis zu einem Aussichtspunkt:
Auf dem Rückweg haben wir einen Schädel entdeckt, den wir bei Hinweg wohl übersehen haben:
Vermutlich stammt der von einem Hund.
Die Heimfahrt wurde dann, dank unseres treuen Tomtom Navigationsgerätes, nochmal spannend. Es hat die Angewohnheit manchmal wirklich saudumme Routen vorzuschlagen um ein paar Meter zu sparen. Zugegeben es ist schon sehr alt (2012 in San Francisco bei unserer ersten großen Reise gekauft), aber es überrascht uns immer wieder mit solchen tollen “Abkürzungen”. In diesem Fall hat es uns, mal wieder, von der gut ausgebauten Hauptstraße runtergelotst und durch kleine Seitenstraßen geschickt. Die waren so steil dass ich fürchte ohne Anlauf wären wir steckengeblieben. Also runterschalten, Pedal durchdrücken und beten dass niemand entgegenkommt! Spontan musste ich an die Straße denken die uns die Reiseführer-Autoren in Hawaii als die steilste Straße der Welt verkauft haben - ich glaube sie waren noch nie auf Teneriffa…
Nachdem wir gestern den ganzen Tag zum an- und runterkommen hatten, wollten wir heute etwas aktives machen. Also eine Tour aus dem Rother-Reiseführer Teneriffa rausgesucht und losgefahren. Es stand der Pico Verde auf dem Programm.
Vor lauter Aufregung waren wir ziemlich früh dran und es war erstmal recht kalt als wir mit dem bewaldeten Aufstieg begonnen haben. Es ist tatsächlich so dass nicht ganz Teneriffa total ausgetrocknet und kahl ist. Das ist wohl hauptsächlich im Süden der Fall. Mich hat der Anblick des Grüns auf jeden Fall sehr gefreut:
Wir haben uns eine ganze Weile aufwärts gekämpft und die Bewegungsarmut im Alltag durch Corona doch recht deutlich gemerkt. Oben wurden wir allerdings fürstlich, nein königlich, für unsere Mühen mit einem grandiosen 360° Ausblick belohnt:
Links im Bild ist der örtliche Vulkan und höchste Berg Spaniens: El Teide. Rechts im Bild sieht man die Masca Schlucht (leider sehr im Schatten). Die Insel rechts im Bild ist La Gomera. Was soll man da noch sagen?
Toll war auch dass wir die einzigen auf dem Gipfel waren. Naja, nicht ganz. Wir hatten Gesellschaft von jeder Menge Geckos:
Beim Abstieg brutzelte die Mittagssonne schon ordentlich auf uns herab und wir waren froh um den Wald, der uns die meiste Zeit beschattete. Unterwegs kamen wir an einer dieser Windfallen vorbei:
Damit fängt man das Wasser aus dem Nebel ein und leitet es dann in eine Zisterne zur späteren Entnahme. Sehr cool, ich dachte so was gibt’s nur in Dune.
Am Ende der Wanderung war es noch gar nicht so spät und da wir gerade schonmal in der Gegend waren und das Wetter so gut war, beschlossen wir noch auf den Teide hochzufahren. Schon bei der Anfahrt bekommt man super Ausblicke auf den Vulkan:
Immer wieder kann man anhalten und die Vulkanlandschaft bestaunen und sehen wie über die Zeit neues Leben auf der kargen Felslandschaft entsteht:
Das Zusammenspiel von Lava, Mineralien und Erosion hat tolle Farben und Formen entstehen lassen:
Ein Abstecher der sich definitiv gelohnt hat.
Als wir dann auf dem Heimweg die Ausfahrt für “Los Gigantes” gesehen haben konnten wir nicht widerstehen und sind ihr gefolgt. Diese großen Felsklippen kann man super vom nahegelegenen gleichnamigen Dorf aus bestaunen. Und wir hatten bestes Abendlicht:
Was für eine Wand!
Danach sind wir aber wirklich nach Hause gefahren und totmüde in’s Bett gefallen.