Strand und Tempel

von Ursel

Da Achim immer noch mit seiner Erkältung zu tun hat bin ich heute nochmal alleine losgezogen. Das Ziel war der Ao Manao Strand. Der Strand liegt in einem Militärgelände, was das Hinkommen etwas eigentümlich macht. Von uns aus fährt man mit dem Fahrrad immer gerade aus, bis die Straße endet und dann rechts. Das habe ich mir so auf der Karte angeschaut, sollte also recht einfach sein. Allerdings, bevor die Straße endet kommt ein kleiner Checkpoint vom Militär. Man muss nichts tun, nur langsam durchfahren. Da stehen Uniformierte und bestätigen einem freundlich dass dies der Weg zum Strand ist. Etwas weiter kommt dann noch mal so eine Stelle, diesmal weil man über das Rollfeld des Armeeflughafens (?) radelt. Naja, es scheint nicht wirklich viel Flugverkehr zu geben. Ich jedenfalls habe keinen gesehen, daher läuft das ganz geschmeidig. Beim Strand angekommen wird man dann von diesem Anblick begrüßt:

Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Ein kleines Stückchen weiter wurde es dann auch genau so. Zum Glück! Ich hatte dann mein eigenes einsames Stückchen Strand. Das war nach den ganzen Tourihochburgen eine willkommene Abwechslung.

Nach einem angenehmen Strandaufenthalt bin ich wieder zurück nach Prachuap Khiri Khan. Dort ist mir schon auf dem Hinweg das Wat Koh Lak aufgefallen.

Nach einem gemeinsamen späten Mittagessen bin ich dann noch zum Wat Khao Chong Krachok gegangen. Das ist ganz bei uns in der Nähe. Man muss dafür nur 396 Stufen hinaufsteigen. Auf dem Weg waren extrem viele Affen anzutreffen. Damit sie einem fern bleiben kann man einen Bambusstab aus einer Tonne ausleihen und damit auf den Boden klopfen, wenn sie einem zu Nahe kommen. Das Angebot habe ich gerne angenommen.

Interesant bei diesen Affen finde ich, dass sie Steine über den Boden schleifen und dann das Steinmehl essen. Ich frage mich warum sie das tun.

Ganz oben angekommen hat man dann einen herrlichen Ausblick. Das gelbe ganz rechts im Bild ist der Treppenaufgang.

In die andere Richtung sieht man in Richtung der Bucht in der das Fischerdorf von gestern liegt.

Das Wat selber war auch schön, mit seiner für hier typischen Bauweise.

Ein sehr schöner Ausflug, wenn auch leider immer noch ohne Achim. Zum Abschluss sind wir dann wieder auf den Nachtmarkt zum schlemmen gegangen.

Das geht:

  • Wunderschöne Aussichten
  • Die Vielfalt beim Essen, ich weiß ganz oft nicht was ich gerade esse, das finde ich super, zumindest wenn es schmeckt und das tut es zum Glück meistens
  • Die Straßen und der Verkehr in Thailand

Das geht nicht:

  • Hunde, die einem bellend und schnappend entgegen rennen
  • Mützen, die beim trocknen im Busch verschwinden
  • Wasser im Supermarkt in eine Flasche abfüllen, das eigentlich nur zum sofort trinken gedacht ist. Peinlich.
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Thailand auf zwei Rädern

von Ursel

Da Achim gerade eine Erkältung hat musste ich alleine losziehen. Bei uns in der Unterkunft kann man sich, wenn man möchte, umsonst Fahrräder ausleihen. Da es, laut unserer Gastgeberin, eine Fahrradstraße in das benachbarte Fischerdorf Ao Noi gibt, dachte ich, das mache ich. Sie sagte noch “very safe”, also alles super, los geht’s. Dass der Fahrradweg teilweise übelst unterspült ist (das war nicht die schlimmste Stelle) hat sie vergessen zu erwähnen.

Bis auf die unterspülten Stellen war der Weg aber ganz schön. Fast immer direkt am Meer entlang mit schönen Aussichten.

Im Fischerdorf angekommen bin ich zum Strand gefahren, der sich hier allerdings als ziemlich vermüllt entpuppt hat. Und die Wasserfarbe war alles andere als einladend. Schade, eigentlich wäre es super schön gewesen mit den Felsen und den bunten Booten.

Da es sich hier tatsächlich um ein Fischerdorf handelt konnte ich den Fisch am Strand in der Sonne trocknen sehen.

Auch interesant fand ich die Fischerkähne. Die wirkten für mich, als ob die Leute darauf wohnen. Es war auf jedenfall reger Betrieb.

Zum Abschluss des Tages sind wir dann noch zusammen auf den Nachtmarkt hier in Prachuap Khiri Khan gegangen um uns durch das Essensangebot zu futtern. Einer meiner Lieblinge, Wachteleier am Spieß:

Das geht:

  • Fahrräder umsonst ausleihen können
  • Nachtmärkte und ihr abgefahrenes Essen
  • Die Massagestudios hier am Strand, in denen sich die Einheimischen mal kurz massieren lassen

Das geht nicht:

  • Kranker Achim
  • Fahrräder, die nicht wirklich passen (Aua, mein Po)
  • Den Artikel schreiben müssen weil der Schreiber nicht dabei war
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Four Islands

von Achim

Da wir in Trang nicht nur schlafen und ungewöhnliches Essen bestaunen wollten haben wir noch eine Schnorcheltour gebucht. Die sollte uns zu vier Inseln in der Adaman-See bringen. Irgendwie hatten wir wohl das Premium-Paket gebucht, denn Frühstück und Mittagessen war auch mit drin.

Nachdem wir also schön gefrühstückt hatten ging es auf unser rosa-neongrünes Schiff, welches in sehr gemütlichem Tempo Kurs auf Koh Mook genommen hat. Die Stunde Weg wurde vom einzigen englisch-sprachigen Crewmitglied William in humorvoller Weise genutzt um uns zu erklären wie wir die Schwimmwesten anlegen sollen (“For men, if you put those straps between your legs be careful about your dingy, for women: nevermind”) und wie die Polonaise (nicht “Bolognese”, wie ich dank Zuschrift eines aufmerksamen Lesers gelernt habe) zur Emerald-Cave funktioniert: Wir bilden eine Schlange und jeder hält sich mit beiden Händen an der Schwimmweste seiner Vorderperson fest während man mit den Füßen tritt als würde man Fahrrad fahren. Als wir dann am geheimen Höhleneingang bei Koh Mook ankamen stellte sich heraus dass das mit der Polonaise total ernst gemeint war. Hier war der Höhleneingang:

Die Touri-Polonaise wurde dann von einem Crewmitglied die 80m durch die dunkle Höhle gezogen. Der hatte zwar Schwimmflossen an, aber es ging trotzdem unglaublich langsam vorwärts. Auf der anderen Seite der Höhle war dann die tolle Lagune, die wohl früher als Piratenversteck genutzt wurde:

Es war als hätte man ein Kreisrundes Loch aus den Felsen geschnitten. Bei Flut muss man wohl durch die Höhle tauchen um in das “Piratenversteck” zu kommen. Ein sehr schöner Ort bei dem man sich richtig gut vorstellen kann wie die Piraten hier ihr Diebesgut versteckt und sich dann eine Verschnaufpause vor den Verfolgern gegönnt haben.

Der nächste Halt war Koh Kradan, mit dem angeblich schönesten Strand (William: “I don’t know why”):

Aber nicht nur war der Strand sehr schön. Man konnte auch direkt vom Strand aus losschnorcheln da es gleich mit Korallen, und damit auch vielen bunten Fischen, losging. Ursel hat sogar diese Muräne entdeckt:

Bei Koh Waen, ein “offizieller” Schnorchelhalt, gab es tolle Korallen:

Letzter Stopp auf der Tour war Koh Chuek (bei Google Maps unter “Ko Chueak” geführt):

Hier ging’s nochmal in’s Wasser und neben einer unglaublichen Masse an Fischen gab es hier auch wieder richtig schöne und vielfältige Korallen, wie z.B. diese kleinen “Vulkane”:

Ein gelungener Ausflug!

Das geht:

  • Der Humor der Thais - immer zu einem Spass aufgelegt
  • Der Nervenkitzel ob man am vereinbarten Tag der Tour wirklich abgeholt wird (hat bisher immer geklappt)
  • Erfreulich wenig Touri-Rummel in Trang und bei unserer Tour - beim Schnorcheln war es immer nur unser Schiff

Das geht nicht:

  • Krank werden - muss denn das jetzt wirklich sein?
  • Das Hotel-Zimmer erst nochmal selbst durchputzen müssen weil es die Reinigungskraft scheinbar vergessen hat
  • Warum müssen es eigentlich immer drei Punkte sein?
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Trang

von Achim

Da wir bisher nur in sehr touristischen Gegenden in Thailand unterwegs waren, wollten wir mal ein bisschen was anderes sehen. Also sind wir nach Trang gefahren, einer kleinen Stadt die touristisch wenig interessant ist. Also bestens geeignet um ein bisschen was vom “echten” Thailand zu sehen.

Nicht weit von unserem Hotel war dieses schicke Restaurant:

In Trang sollte man wohl unbedingt Schweinefleisch essen, da das hier eine Spezialität ist. Aber der Kuchen sah auch richtig gut aus:

Ein bedeutender Teil der Einwohner Trangs hat wohl chinesischen Hintergrund. Das hat man an der ein oder anderen Stelle in der Architektur gesehen:

Auf dem Markt gibt es alle möglichen Leckereien. Da wird ja die Made in der Pfanne verrückt:

Auch bot sich die Möglichkeit endlich mal Schweinefüße zu probieren:

Wir haben sie verstreichen lassen und dafür diese kuriose Wurst gegessen:

Da stecken irgendwie noch Nudeln drin und das Ganze wird, wie könnte es denn anders sein, noch ordentlich frittiert.

Man konnte sich die ganzen Häppchen kaufen und dann an den schönen Sitzgelegenheiten verspeisen:

Ein kulinarisches Erlebnis.

Das geht:

  • Wir haben zum ersten Mal den Appell mitbekommen. Den gibt es wohl morgens und Abends im Land (aber anscheinend nicht in den Touri-Gegenden). Da erheben sich alle, stehen still und es ertönt die Nationalhymne. Wenn die vorbei ist geht’s weiter.
  • Mal einen Tag Pause einlegen
  • Wegkommen von den Touri-Massen

Das geht nicht:

  • Wenn man was mit Schweinefleisch bestellt und dann ist das nicht ganz durchgekocht - keine Ahnung ob das aber vielleicht auch so gehört…
  • Sich auf eine Sahnecreme-Torte freuen und dann ist es Buttercreme
  • Entweder es ist zu heiss (ohne Klimaanlage) oder zu kalt (mit Klimaanlage)
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Railay Beach

von Achim

Nur ein paar Buchten von Aonang entfernt liegt Railay Beach. Für 200 Baht (ca. 5 EUR) pro Person kommt man mit einem Longtail-Boot hin und zurück:

Wir sind erstmal zu einer anderen Bucht mit weniger Bootsverkehr gelaufen. Sehr angenehm war dass man einen Großteil des Weges im Schatten von beeindruckenden Überhängen gehen konnte:

An einer Stelle haben wir ein paar Affen gesehen:

Diese waren deutlich friedlicher als die Krawall-Brüder am Monkey-Trail in Aonang.

Am Strand angekommen konnten wir schwimmen gehen, einfach nur liegen, oder auch ein bisschen die Höhlen erkunden:

Hier ist Klettergebiet. Manche Leute klettern direkt an den Felsen über dem Wasser. Ist natürlich ideal vom Fallschutz her. Aber auch am Strand konnte man klettern gehen:

Generell war hier das Vertikale Thema. Neben dem Klettern und den schönen steilen Felsen gab es auch Penisschreine:

Ein Schild hat die Sache flüchtig erklärt:

Klar, warum nicht?

Am Nachmittag haben wir uns noch ein Kayak gemietet und haben vom Wasser aus die Küstenlinie und die Höhlen erkundet. Leider konnte man, weil Ebbe war, nicht überall hinfahren.

Auf dem Heimweg haben wir beim Bootsanleger Railay-East gesehen wie sie, wegen Ebbe, Passagiere und Gepäck per Traktor zu den Booten bringen:

Ich wusste gar nicht dass man so tief mit einem Traktor ins Wasser, geschweige denn Salzwasser, fahren kann. Wie lange das Traktor und Anhänger wohl mitmachen?

Das geht:

  • Die Küstenlinie per Kayak erkunden
  • Die tollen Höhlen direkt am Wasser
  • Unser Gasthaus in Aonang mit seinem tollen Gastgeber

Das geht nicht:

  • Von Affen angefallen werden (gestern hat’s Ursel beim Monkey-Trail in Aonang erwischt - aber zum Glück nur Kontakt, kein Kratzer oder Biss)
  • Eine Stunde auf sein Essen warten müssen - vor allem wenn man sowieso schon richtig hungrig ist
  • Rucksack in’s Kayak mitnehmen - war leider völlig nass hinterher
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