Parque Nacional Santa Fe

von Achim

Der Tag heute fing mit großen unbekannten Baumfrüchten schonmal super an:

Unser Weg führte uns zum Parque Nacional Santa Fe:

Ziel war ein Wasserfall mitten im Urwald. Als wir dort angekommen sind waren wir von der Schönheit des Wasserfalls überwältigt:

Überall lagen massive Felsbrocken rum, umflossen von glasklarem Wasser, eingebettet in tiefgrünem Wald:

Immer wieder haben wir riesige Schmetterlinge in leuchtenden Farben herumflattern sehen. Und im Wasser konnte man ganz vorzüglich baden:

Auf dem Rückweg zum Hostel ging’s dann wieder vorbei am Badeloch bei dem wir schon gestern waren. Der Weg hat uns über eine wacklige Hängebrücke geführt:

Unterwegs haben wir immer mal wieder Kolibris gesehen:

Zurück beim Hostel hat Ursel dann auf mehr Kolibris gewartet um ein noch besseres Foto hinzubekommen. Natürlich wollte sich dann keiner von ihnen auf den Ast direkt vor ihrem Stuhl setzen. Dafür hat sie diesen schönen roten Vogel vor die Linse bekommen:

Auch sehr hübsch - und nicht ganz so hektisch.

Das geht:

  • Einsamer Wasserfall mitten im Urwald
  • Tolle Badestellen in der Natur
  • Armer Ritter zum Abendessen - das hatte ich ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr

Das geht nicht:

  • Seinen Müll in der Natur liegen lassen - sehen wir hier leider ziemlich oft
  • Die Lautstärke der Grillen - was ist eigentlich denen ihr Problem?
  • Die Piña Coladas des Hostels
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Cerro Tute

von Achim

Gestern sind wir von Las Tablas nach Santa Fe gefahren. Das ist ein kleines Bergdorf mit angenehm “kühlem” Klima. Hier gibt es viele Flüsse mit Badestellen. Nach der Ankunft haben wir uns erstmal auf den Weg zu einer gemacht:

Die Pferde stehen hier unter Orangenbäumen und auf der Straße liegen Mangos rum (leider alle schon zermatscht).

An der Badestelle am Fluss hatte man eine schöne Aussicht auf die umliegenden Berge:

Und auf dem Rückweg gab’s als Bonus noch einen Regenbogen (wir sind hier nahe an einem Nebelwald):

Am nächsten Tag haben wir uns die Wanderung auf den Cerro Tute vorgenommen. Am Anfang geht es steil bergauf, vorbei an Häusern die so abgelegen liegen, dass man sich fragt wie die Leute an ihr Essen kommen:

Wir haben auch gleich gesehen wie das funktioniert: es scheint wohl so dass ab und zu einer mit dem Pickup-Truck vorbeikommt und Versorgungsgüter an den Häusern ablädt.

Der Abschnitt kurz vor dem Gipfel führte durch Wald. Es kam uns vor als wäre das vielleicht früher mal ein riesiger Obstgarten von jemandem gewesen. Überall standen Orangen- und Bananen-Bäume rum:

Und hier roch es tatsächlich ein bisschen nach Bananen! An einer Stelle wäre Ursel fast auf eine Korallenotter getreten, aber sie hat die Schlange zum Glück noch rechtzeitig gesehen denn so ein Biss kann schnell tödlich sein. Leider war die Schlange so schnell weg dass wir kein Foto mehr machen konnten.

Auf dem Gipfel angekommen wehte uns erstmal ein heftiger Wind um die Ohren. War etwas abenteuerlich, vor allem weil wir zum Gipfel noch eine kleine Kletterpartie hinlegen mussten. Das Gebirge zu dem der Cerro Tute gehört markiert die Wasserscheide von Panama. Richtung Süden ist die Klimazone des Pazifiks:

Ziemlich trocken, wie man sieht. Wir haben uns gefragt ob hier früher mal Regenwald stand, konnten das allerdings von dem Waisen auf dem Berg nicht so ganz in Erfahrung bringen (unser Spanisch war leider zu schlecht).

Richtung Norden ist die Klimazone der Karibik:

Hier war alles schön grün. Gefällt mir persönlich deutlich besser.

Das geht:

  • In einem urigen Bambushaus schlafen
  • Einen Mann auf dem Gipfel treffen der einem alles mögliche über die Gegend erzählen kann
  • Wilde Orangen essen - super lecker!

Das geht nicht:

  • Eineinhalb Stunden in einem Bus eingequetscht mit voller Klimaanlage und lauter Mucke über Bergstraßen heizen - man sollte nicht unbedingt dann Bus fahren wenn alle Schüler nach Hause wollen
  • Wenn alle Hähne des Dorfes mitten in der Nacht beschließen dass sie jetzt um die Wette krähen müssen
  • Leute die ihr benutztes Geschirr rumstehen lassen, anstatt es abzuwaschen
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Las Tablas

von Achim

In Las Tablas hatten wir schon auf dem Weg nach Pedasí einen Zwischenstop. Die kleine Stadt war so schön unspektakulär und untouristisch dass wir beschlossen haben auf dem Rückweg eine Nacht hier zu verbringen.

Hier gibt es Büsche mit schönen Blüten:

Und man kann noch richtig original Mittagessen. Wir waren bei Los Abuelos (“Die Opas”) wo man für 3,50$ das Tagesessen bekommen hat:

Die Auswahl war klassisch: Reis mit Hühnchen, Rind oder Schwein.

Ebenfalls klassisch sind die Gemüse- und Obstverkaufsstände direkt vor den Supermärkten. Das war in Chile auch schon so. Hier kann man frisches Obst und Gemüse direkt von der Ladefläche kaufen:

Die Supermärkte beschweren sich anscheinend nicht über diese Praxis. Vermutlich können sie nichts dagegen tun. Und der Kunde hat mehr Auswahl.

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Pedasí

von Achim

Die letzte Woche waren wir viel unterwegs. Erst haben wir die dreitägige Reise von Quepos in Costa Rica nach Panama-Stadt unternommen um dort ein neues Kamera-Objektiv zu besorgen. Der Grenzübertritt ist zum Glück gut gelaufen - und natürlich wollten die in Costa Rica sogar für’s Ausreisen Geld (das ist tatsächlich so staatlich geregelt). In Panama-Stadt haben wir zum Glück sehr schnell in der riesigen Albrook-Mall ein neues Objektiv gefunden. Mission geglückt!

Danach sind wir mit dem Bus nach Pedasí gefahren. In Las Tablas gab es kurze Unklarheit wo denn jetzt eigentlich der Busbahnhof ist, aber mit Hilfe der lokalen Bevölkerung konnte auch diese beseitigt werden und wir haben gerade noch rechtzeitig unseren Minibus nach Pedasí erwischt. Unser Gepäck hat leider nicht mehr in den Bus gepasst, deshalb hat der Fahrer es einfach oben drauf gepackt:

Wir haben die letzten beiden Plätze ergattert und wurden von den ausschließlich einheimischen Passagieren und ihren zahlreichen Kindern auf den Schößen mit großen Augen angeschaut. Eine schöne Fahrt durch recht verdorrte Landschaft. Noch schöner als unser Gepäck am Ende immer noch auf dem Dach war (hat vermutlich sehr geholfen dass die Straße, entgegen unserer Erwartungen, bestens geteert war).

Pedasí ist ein kleines verschlafenes Dorf ca. 3km vom Pazifik entfernt. Hier gibt es nicht wirklich viel zu tun. Abends sitzen die Leute vom Dorf auf dem Hauptplatz und die Jugendlichen und Kinder haben ihren Spaß indem sie mit Fahrrädern über den Platz fahren oder irgendeinen Quatsch machen.

Wir hatten das Glück dass unsere Unterkunft ihren Gästen kostenlos Fahrräder zur Verfügung stellt. Und so konnten wir ohne Probleme an den fast menschenleeren Strand radeln:

Ein sehr schönes Gefühl mal wieder auf einem Fahrrad zu sitzen und hinfahren zu können wo man will. Und so sind wir später am Abend gleich noch, an einer schicken und befremdlich wirkenden amerikanischen Rentnerkolonie vorbei, zu dem nächsten Strand gefahren. Dieser war ebenfalls sehr schön und man konnte den Leuten beim Angeln zusehen:

Manche wurden nicht nur mit der Freude des Angelns an sich belohnt, sondern auch mit einem gutem Fang:

Am nächsten Tag hatten wir uns überlegt zur Isla Iguana zu fahren, fanden dann aber die Bootspreise von 80$ völlig überzogen. Also nochmal eine Runde an den Strand wo wir bei Ebbe die Gezeitentümpel und ihre Bewohner anschauen konnten:

Leuchtend blaue Fische! Oder auch kleine Krabben:

Es waren auch jede Menge großer Wasservögel auf dem Meer unterwegs, welche aussahen wie Pelikane. Sie haben sich zum fischen immer wieder Kopf voraus ins Wasser gestürtzt:

Allerdings konnten wir uns nicht ganz drauf einigen welche Vogelart das jetzt letztendlich sein soll.

Das geht:

  • Einsame Strände
  • Mit dem Fahrrad irgendwohin fahren - ein Stück vermisste Freiheit
  • Gute Pizza

Das geht nicht:

  • Fettige Empanadas zum Frühstück - sorry, aber mein Magen braucht echt langsam mal eine Fett- und Fleisch-Pause
  • Unnachvollziehbar astronomische Preise für Bootsüberfahrten
  • Sich den Zeh an einem spitzen Holzstück am Strand aufschneiden
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Manuel Antonio und noch eine Panne

von Achim

Gestern waren wir im Parque Nacional Manuel Antonio. Es ist der kleinste, aber anscheinend beliebteste, Nationalpark in Costa Rica. Und so haben uns unsere Gastgeber empfohlen möglichst früh da zu sein um noch in den Park zu kommen. Das war in der Tat ein guter Tipp, denn als wir gegen 8:00 am Tor waren, wartete schon eine lange Schlange auf Einlass:

Es gab relativ wenig Vorwärtsbewegung in der Schlange oder irgendwelche Informationen dazu aber wir haben trotzdem tapfer gewartet. Nach über 1,5h, etliche Leute vor uns in der Schlange hatten bereits aufgegeben und sind gegangen, ging es dann endlich weiter. Nach einer etwas verspulten Ticket- und Taschenkontrolle waren wir dann nach 2h Wartezeit endlich im Park. Was für ein Chaos! Aber wie so oft gibt es in allem schlechten auch etwas gutes und so haben wir die Leute vor und hinter uns in der Schlange kennen gelernt und uns nett mit ihnen unterhalten.

Der Nationalpark ist bekannt und beliebt für seine tollen Strände. Und in der Tat kann er hier punkten:

Es waren auch jede Menge Leguane und Affen unterwegs. Die frechen Kapuzineraffen haben wir ja bereits ein paar mal gesehen:

Neben den Kapuziner- und Brüllaffen ist im Park noch eine dritte Art heimisch, die Totenkopfaffen:

Diese sind kleiner und leiser als die beiden anderen Arten, machen aber auch sehr viel Spaß zum zuschauen.

Gegen Ende wurde die Zeit knapp und wir mussten uns sputen um noch vor Parkschluss zu den beiden letzten Aussichtspunkten zu kommen. Es war ziemlich schweißtreibend (so wie alles bei diesem Wetter) aber es hat sich gelohnt:

Dies war dann leider so ziemlich das letzte Bild welches unsere Kamera noch aufgenommen hat. Sie hat sich dann plötzlich darüber beschwert dass sie keinen Kontakt zum Objektiv herstellen kann. Das wurde auch nicht besser als wir die Kontakte gut gereinigt hatten. Nach Recherche im Internet sind wir zu dem Schluss gekommen dass wohl ein Kabelband in der Linse einen Wackler haben muss. Das Problem hatten wir vor ein paar Jahren in Kanada schonmal mit dem Objektiv, haben es dann aber reparieren lassen. Blöd dass es genau jetzt wieder auftritt, denn eine erneute Reparatur dauert zu lange. Der nächste Ort wo wir ein neues Objektiv nach unseren Vorstellungen herbekommen können scheint Panama Stadt zu sein. Und so werden wir nun die nächsten paar Tage damit verbringen nach Panama Stadt zu fahren und Ersatz zu besorgen.

Das geht:

  • Nette Finnen und Amis in der Warteschlange kennen lernen
  • Nach langem Warten doch noch in den Park kommen
  • Die Totenkopfäffchen

Das geht nicht:

  • Für über 1h in einer Schlange stehen ohne Schatten
  • Die Park-Organisation im PN Manuel Antonio
  • Ein kaputtes Kamera-Objektiv
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