Bambuda Lodge

von Achim

Wir sind jetzt seit fünf Tagen auf der Isla Solarte. Hier wohnen wir in der Bambuda Lodge mit herrlichem Blick auf das karibische Meer:

Die Bambuda Lodge ist komplett autark. Mit drei riesigen Wassertanks und einem ausgefeilten Filtersystem und Klärsystem (u.a. mit deutscher Technik) sowie extra sparsamen Sanitäranlagen gelingt das Leben hier ohne Anschluss an das öffentliche Wassernetz. Für die Stromerzeugung werden batterie-gepufferte Solarzellen benutzt oder auch ein Dieselgenerator, falls mal längere Zeit die Sonne nicht scheint. Sehr beeindruckend. Leider herrscht hier gerade die schlimmste Trockenheit seit über 100 Jahren, weshalb hier langsam das Wasser ausgeht. Wir wissen nicht wie lange es noch reicht und Regen ist hier auch keiner in Sicht.

Auf dem Grundstück der Bambuda Lodge stehen zahlreiche Obstbäume, wie Sternfrucht, Kokos und Bananenbäume. Diese schönen Mangobäume gefallen mir, mit ihrem kräftigen Bewuchs, besonders gut:

Die Bambuda Lodge wurde von Kanadiern eröffnet, vermutlich deshalb sind hier unter den Gästen sehr viele Kanadier. Hier wird man mit gutem Essen versorgt und der Tag fängt mit einem ordentlichen Müsli und viel Obst schon richtig gut an:

Gestern hat Ursel drei von diesen Reptilien gleich neben der Aussichtsplattform entdeckt. Die sind da rumspaziert und haben Gras gefressen:

Ohne Schwanz sind die schreckhaften kleinen Drachen über eine Elle lang.

Aber es gibt hier noch mehr Reptilien, wie z.B. diese Schlange, welche uns mit ihrem offenen Maul vermutlich bedeuten wollte dass wir mehr Abstand halten sollten:

Besonders toll finde ich den Wanderweg durch den Dschungel. Man muss nur kurz laufen und schon steht man mitten in einem dichtbewachsenen, tiefgrünen Urwald:

Hier gibt es eine beeindruckende Pflanzenwelt und man hört viele Vögel und Insekten. Die Bäume mit ihren Brettwurzeln sehen richtig cool aus:

Nachdem wir ein bisschen tiefer in den Urwald vorgedrungen waren, haben wir eine ganze Menge dieser kleinen roten Pfeilgiftfrösche entdeckt:

Besser nicht essen.

Das geht:

  • Lecker Tropenobst
  • Reiche Flora und Fauna
  • Nacht-Schnorcheln mit Leuchtplankton - sehr cool was die Natur alles zu bieten hat!

Das geht nicht:

  • Drei Tag flach liegen wegen Erkältung - bei dieser Hitze!
  • Dürre und Wasserknappheit - wohl ein zunehmendes Problem in Panama
  • Pka’ak - ein dümmliches Trinkspiel das seinen Reiz anscheinend nur sternhagelvollen Leuten offenbart
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Auf die Insel

von Achim

Gestern morgen sind wir grundlos früh aufgestanden. Das hat den Vorteil das wir beim Sonnenaufgang frühstücken konnten:

Sehr schön, fast wie unser Frühstücksblick von unserem alten Balkon - nur ohne Schwarzwald. Und ohne Arbeitsamt.

Um fünf Uhr Nachmittags ging dann unser Flieger nach Bocas del Toro vom kleinen Flughafen in Albrook. Das schöne war dabei dass wir mit einer Propellermaschine geflogen sind. Das wollte ich schon immer mal.

Nach dem Abheben hatten wir schon gleich einen schönen Blick auf die umliegenden Hügel der Stadt. Alles grün:

Dann sind wir entlang des Panama-Kanals an die Atlantikküste geflogen. An einer Stelle sieht man gut den Gatúnsee, einen künstlichen See der extra für die Schifffahrt durch den Kanal aufgestaut wurde:

Nach ca. 45min begann dann schon der Landeanflug auf die Isla Colón, der Hauptinsel der Inselgruppe:

Und hier ist der gute Propellerflieger, der uns sicher rübergebracht hat:

Fliegt ein bisschen wackeliger als ein Düsenflugzeug aber im Grunde einwandfrei. Wie man sieht ist der Flughafen auf Colón auch ziemlich klein. Das hat den Vorteil dass wir von dort aus einfach zu unserem Hostel laufen konnten.

Hier gibt es auf jeden Fall schonmal riesige richtig schöne Bäume, welche bis in die Kronen mit Pflanzen beladen sind:

Heute morgen ging’s dann per Boot auf eine der Nachbarinseln, wo wir die nächsten Tage verbringen werden. Das ganze Reisen wird auf Dauer sehr anstrengend. Besonders wenn man, wie wir, kaum länger als ein / zwei Nächte am gleichen Ort bleibt. Von daher werden wir die nächste Woche mal ein bisschen Pause machen. Die große Wasserrutsche direkt in’s Meer gefällt mir schonmal sehr gut:

Willkommen in der Karibik!

Das geht:

  • Fliegen im Propellerflugzeug
  • Die dichte und vielfältige Pflanzenwelt
  • Entspanntes Insel-Feeling

Das geht nicht:

  • Die Supermarkt-Preise auf der Insel
  • Ein Anflug von Halsweh - so kurz vor dem Urlaub…
  • Drei Stunden warten bis das Zimmer bereit ist
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Panama-Stadt

von Achim

Gestern Nachmittag sind wir in Panama-Stadt gelandet. Schon im Landeanflug sieht man den Panama-Kanal und die vielen glänzenden Hochhäuser der Stadt. Als wir dann mit dem Bus vom Flughafen in die Stadt gefahren sind (für 0,75 US-Dollar p.P.!) haben mich die ganzen gläsernen Wolkenkratzer schon sehr stark an Dubai erinnert:

Es scheint als lägen hier, wie auch in Dubai, die alte und die neue Welt sehr nahe beieinander.

Heute haben wir Casco Viejo erkundet, die Altstadt von Panama. Sie liegt auf einer kleinen Halbinsel und kommt mit ihren alten Gebäuden ziemlich schick daher:

Allerdings war das wohl nicht schon immer so, wie man noch an manchen Ecken sieht:

In Casco Viejo wird gerade viel restauriert. Immer wieder sieht man entkernte Häuser, bei denen nur noch die Fassade steht. Vermutlich muss diese aus Denkmalschutzgründen erhalten bleiben. So wird die Altstadt nach und nach sehr aufwändig und teuer restauriert.

In die Altstadt selbst zu kommen ist gar nicht so einfach denn der Weg dorthin führt durch ein Gebiet, von dem man sich als Tourist eigentlich fern halten sollte. Wir sind dann einfach mit dem Bus da durchgefahren und an der Grenze zur Altstadt ausgestiegen.

In der Altstadt gibt es auch einige Ruinen von Kirchen:

In dem Fall bezweifle ich allerdings dass diese nochmal voll wiederhergestellt werden.

An der Spitze der Halbinsel befindet sich ein Kunstmarkt der Ureinwohner mit lauter tollen Sachen. Von dort hat man einen tollen Blick auf die moderne Skyline der Stadt:

Nur ein paar Schritte weiter sieht man in der Ferne die “Puente de las Américas”, eine große Brücke, welche den Panamakanal bei der Mündung in den Pazifik überspannt:

Entgangen sind uns natürlich nicht die starken Gegensätze, die es in dieser Stadt gibt. Die Armenviertel, welche teilweise direkt an die schickeren Viertel angrenzen, werfen Fragen auf. Und wir werden das Gefühl nicht los, selbst Teil des Problems zu sein.

Am Abend konnten wir dann, fernab der Touri-Restaurants und Pubs, einen ersten Vorgeschmack auf die Küche von Panama in ein paar lokalen Fressbuden bekommen. Wir haben Arepas gegessen. Das sind Maisfladen, die man z.B. mit irgendwas füllen kann:

Schmeckt sehr gut!

Das geht:

  • Spottpreise für ÖPNV (0,25USD für eine Busfahrt) - Essen und Supermarkt sind jedoch, zumindest in Panama-Stadt, genauso teuer wie in Deutschland
  • Papayas, Mangos und Maracujas in rauen Mengen
  • Über Beziehungen tolle Tipps von Einheimischen bekommen

Das geht nicht:

  • Die Wasserpreise - und das bei der Hitze!
  • Sich vorab im Internet überinformieren und sich daraufhin überstressen
  • Fette Insektenstiche beim Abendessen bekommen
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Santiago de Chile

von Achim

Vorgestern sind wir in einer ungeplant langen Fahrt von Siete Tazas bis nach Santiago durchgefahren. Man muss die Dinge nehmen wie sie kommen. Nachdem wir am dem Abend dann ziemlich müde ins Bett gefallen sind konnten wir gestern ein bisschen die Stadt erkunden. Dabei haben wir schnell festgestellt dass Santiago vor allem eines ist: sehr laut! Überall preisen Straßenhändler lauthals ihre Waren an, meistens Wasser oder Eis - was bei diesen Temparaturen tatsächlich sehr sinnvoll ist. Nördlich des Plazas de Armas, entlang des Rio Mapocho befindet sich eine Art Straßenmarkt:

Den Waren nach zu urteilen würde ich schätzen dass das meiste davon irgendwie mal “vom Laster gefallen” ist.

Der Rio Mapocho selbst hat mit den glasklaren Flüssen in Patagonien keinerlei Gemeinsamkeiten, ausser dass da auch eine Flüssigkeit durchfließt. Mit seinem betonierten, schnurgeraden Flussbett erinnert er mich eher an die Dreisam, nur deutlich dreckiger:

Allerdings hat Santiago auch viele schöne Ecken, wie diese palmengesäumte Kirche:

Auf unserer Erkundungstour sind wir dann zufällig auf den Hügel Cerro Santa Lucia gestoßen. Das hat sich als Glückstreffer herausgestellt denn dort hat es nicht nur jede Menge Schatten sondern auch eine tolle Aussicht über die Stadt. Das Schloß auf dem Hügel ist von einem hübschen Garten umgeben:

Der Zugang zum Park ist kostenlos, ebenso wie der Aussichtsturm. Von dort hat man einen tollen 360° Blick:

Gleich nebenan befindet sich der Barrio Lastarria, ein nettes und entspanntes Viertel mit schönen Häusern und Kunst mit Aussage:

Hier lässt es sich ganz gut schlendern und es ist auch nicht ganz so voll wie um den Plaza de Armas oder das Bus-Terminal:

Santiago ist unsere letzte Station in Südamerika bevor es dann am Donnerstag mit dem Flugzeug nach Panama-Stadt geht. Die Zeit hier war sehr schön und wir waren wirklich überwältigt von der Schönheit der Landschaft und der Gastfreundschaft der Leute. Es gäbe noch so viele weitere Geschichten zu erzählen, wie z.B. von den langen Schlangen vor den Banken in Argentinien oder den 10% Trinkgeld, welches sich die Kellner in Chile automatisch auf die Rechnung schreiben. Aber dazu hat die Zeit nicht mehr gereicht. Und so lassen wir euch, verehrte Leserinnen und Leser, darüber absichtlich völlig im Dunkeln.

Das geht:

  • Zufälligerweise über tolle Touristenattraktionen stolpern
  • Entspannte Stadtviertel mit Kunst und so
  • Etwas Zeit zum runterkommen haben

Das geht nicht:

  • Lautsprechersysteme in der U-Bahn, die so weit aufgedreht sind dass einem fast die Ohren rausfliegen
  • Völlig verstopfte Gehwege aufgrund der ganzen Straßenhändler
  • Mehr Käse auf der Pizza als Teig im Boden
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Einmal umparken, bitte!

von Achim

Heute ging’s weiter von Parque Ingles nach Santiago. Dabei war es gar nicht so einfach wieder aus dem Nationalpark Siete Tazas rauszukommen denn es war Sonntag. Wir hatten gestern schon festgestellt dass der Park am Wochenende bei den Einheimischen sehr beliebt sein muss, denn am Abend war der Zeltplatz voll und es kam niemand mehr rein.

Nun bei unserer Ausreise hatte sich vor dem Eingang des Parks ein riesiger Stau gebildet, quasi eine Auto-Verkeilung:

Dass darin noch mehrere Busse festgesteckt sind hat die Sache nicht besser gemacht. Als die Situation dann irgendwann völlig festgefahren war, haben sich einfach die Männer aus unserem Bus zusammengetan und gemeinsam schlecht geparkte Autos umgeparkt. Von Hand:

Schon interessant wie viel Kraft eine Gruppe Leute hat, wenn man es schafft sie richtig zu bündeln. Gemeinsam ließen sich die Autos recht gut bewegen. Nach ungefähr einer dreiviertel Stunde war der Knoten gelöst und es konnte weitergehen.

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