Gestern sind wir 5h mit dem Bus von Phong Nha nach Tam Coc bei Ninh Binh gefahren. Nachdem wir gestern die Gegend etwas zu Fuß erkundet haben, sind wir heute wieder mal mit Leihfahrrädern losgezogen. Der Berg Hang Mua ist ein beliebte Attraktion in der Gegend und so sind auch wir dorthin gepilgert. Die Fahrt ging über enge Straßen und durch Reisfelder. Am Wegesrand haben diese hübschen Orchideenbäume geblüht:

Leider war es etwas regnerisch, weshalb wir Zeit in einem Restaurant überbrückt haben. Ursel hat ein Foto vom Frauenklo dort gemacht:

Für beste Freundinnen. :D
Am Hang Mua angekommen bezhalt man einen Eintritt von 100.000 VND (3,30 EUR) für das Besteigen des Berges. Dafür bekommt man für den Aufstieg schöne betonierte Stufen - ca. 500 an der Zahl. Wenn man dann oben ist kann man sich wie ein Sieger fühlen:

Und natürlich die Aussicht auf die tolle Landschaft genießen:

Man kann auf zwei Gipfel. Den höheren ziert ein Drache um den man drumherum laufen kann. Wenn man Höhenangst hat ist das ziemlich spannend, weil der Stein extrem löchrig und rutschig ist. Ausserdem muss man ein bisschen klettern. Also laufen alle Touris um den Drachen herum, sind furchtbar nervös und halten sich ängstlich am Drachen fest - uns eingeschlossen. Man stürtzt ja nur ungern ab.
Auf dem anderen Gipfel, etwas weiter unten, steht eine kleine Pagode:

Die Aussichten sind von beiden Gipfeln grandios!
Der Berg ist bei den Einheimischen sehr beliebt um Fotos zu machen. Immer wieder haben wir Frauen in tollen Gewändern gesehen:

In der Gegend hier haben wir relativ viel Ziegen gesehen. Und auch am Hang Mua waren sie fleissig am klettern um an die besten Blätter zu kommen:

Es macht Spass sie beim klettern zu beobachten. Schon verrückt wo die überall hinkommen. Und Höhenangst ist ihnen völlig unbekannt!
Nachdem wir wieder vom Berg herabgestiegen waren, sind wir noch ein ganzes Stück weiter geradelt. Im Prinzip geht’s einfach immer weiter mit dem schönen Kalkgebirge. Irgendwann waren wir dann bei Hoa Lu, der Hauptstadt von Vietnam im späten 10. Jahrhundert:

Wir hatten allerdings nicht so viel Lust auf Tempel und Kultur und sind dann relativ schnell wieder umgedreht.
Auf dem Rückweg haben wir dann nochmal Ziegen gesehen, diesmal allerdings bei Essensständen:

Zum hier essen oder zum mitnehmen?
Das geht:
- Beim Raststop der Busfahrt sich aus verschiedenen “Hühnchen mit Reis”-Gerichten eines aussuchen, dann ein gefühlt anderes bekommen und bei der Nachfrage, ob das das richtige Gericht ist, die Antwort in Form einer Frage per Google-Translate bekommen: “Ist das ein Teller mit Hühnchen und Reis?” - Ja OK, ich bin ja schon ruhig…
- Fahrräder mit passender Sattelhöhe
- Einen Laden finden der allerhand deutscher (Import?) Waren hat - von Ritter-Sport über Schogetten bis hin zum dm-Shampoo
Das geht nicht:
- Erst nach 4h Busfahrt eine Pinkelpause einlegen - hier braucht man echt eine Blase aus Stahl
- Das Wetter für einen Ort nachschlagen, sich freuen dass dort sonnig ist und nach dorthin umplanen - bis man dann, zum Glück noch rechtzeitig, feststellt dass es der falsche Ort war und es am richtigen total kalt und regnerisch ist…
- Eine Kürbissuppe bestellen und dann ungefähr die Menge einer Teetasse bekommen - so klein war mein Hunger dann auch wieder nicht

