Halong Bay ist ein absolutes Highlight in Vietnam und einer der Gründe warum ich das Land gerne besuchen wollte. Nach ein bisschen Recherche haben wir allerdings den Eindruck bekommen dass Halong Bay mittlerweile wohl sehr dreckig und voll sein soll. Eine (momentan noch) weniger besuchte Alternative ist Lan Ha Bay, welche man mit Touren von Cat Ba Island besichtigen kann.
Wir haben also eine Gruppentour gebucht und los ging’s! Alle Touren fahren so ziemlich zur gleichen Zeit los und deshalb wurden wir beim ersten Teil der Tour von zahlreichen anderen Schiffen begleitet:

Die Stimmung an Deck war gut (bis ausgelassen) und die Landschaft schlichtweg grandios:

Irgendwann haben wir dann an einem schwimmenden Dock angelegt um eine Stunde lang die Gegend mit Kayaks erkunden zu dürfen. Das war toll weil man etwas näher an die Felsformationen herangekommen ist:

Danach ging’s auf eine Fischfarm, von denen es in der Gegend etliche gibt. Praktisch war dass unser Reiseleiter auf einer Fischfarm bei Cat Ba aufgewachsen ist und jede Menge erklären konnte:

Im Hintergrund sieht man den blauen Süßwassertank, den die Leute für Trinkwasser (abgekocht) und Waschwasser nehmen. Der Tank füllt sich während der Regenzeit und muss dann durch die Trockenzeit reichen. Ist das Wasser irgendwann leer kommt ein “Wasserboot” vom Festland und füllt die Tanks wieder auf.
Die gehaltenen Fische werden wohl aus China als kleine Fische gekauft und großgezogen:

Das Fleisch wird dann wieder nach China verkauft. Anscheinend weil der Bedarf dort sehr hoch ist. Zur Vermehrung halten sich die Fisch-Farmer aber auch eigene Fische, nicht alle Jungtiere werden eingekauft. Die Netze der Becken müssen alle drei Monate getauscht und gereinigt werden, weil sonst der Wasseraustausch nicht mehr funktioniert und die Fische ersticken würden - es setzt sich einfach zu viel am Netz fest (Wasserpflanzen, Algen, Muscheln).
Nach diesem interessanten Stopp ging’s weiter mit unserer Fahrt durch die Traumlandschaft:

Wir haben auch den Südzipfel von Halong Bay gestreift, wir konnten aber keinen Unterschied zu Lan Ha Bay erkennen.
Eigentlich war noch ein Schnorchelhalt eingeplant, aber wie man auf den Bildern sehen kann war das Wetter nicht sonderlich gut. Deshalb hat schnorcheln keinen Sinn gemacht und wir sind stattdessen noch zu Monkey Island gefahren. Unser Reiseleiter hat extra betont dass man wegen der Affen nichts zu essen oder trinken auf die Insel mitnehmen soll. Einer hat nicht richtig zugehört und schon wurde seine Cola-Dose geschnappt und leergetrunken:

Nicht cool.
Wir sind zum Gipfel des Inselberges gewandert, bzw. geklettert. Es war mal wieder einer dieser Wege:

Nachdem das letzte Stück dann ordentlich geklettert werden musste und auf dem “Gipfel” eigentlich auch nur Platz für eine Person war, hatte ich aber eine wirklich tolle Aussicht:

Nach dieser Adrenalinspritze ging’s dann wieder zurück Richtung Cat Ba.
Dabei kamen wir durch das Fisch-Farm-Dorf unseres Reiseleiters:

Das schwimmende Dorf liegt gerade vor dem Hafen von Cat Ba.
Eine richtig schöne und abwechslungsreise Tour.
Das geht:
- Die netten Kanadier von vor ein paar Wochen (Grenzübertritt Laos/Kambodscha) plötzlich völlig überraschend auf Monkey Island wieder treffen
- Wir hatten wieder eine tolle Reisegruppe auf dem Schiff - von feiernden Hamburgern bis zu netten Kanadiern aus Manitoba
- Die Landschaft!
Das geht nicht:
- Schlafmangel
- Wildtiere füttern - sorry, aber anscheinend weiss es immer noch nicht jeder!
- Rummel und Platzangst auf dem Gipfel

