Hanoi

von Achim

Hanoi ist die Hauptstadt Vietnams und mit über 8 Millionen Einwohner mehr als doppelt so groß wie Berlin. Ein starker Kontrast zum friedlichen Inselleben auf Cat Ba. Die Stadt ist voller Roller und Autos und alle fahren nochmal deutlich knapper an einem vorbei als anderswo sowieso schon. Die Stadt ist ziemlich laut und recht intensiv. Aber auch hier gibt es ruhige Orte:

Nicht weit entfernt von einem interessanten Laden der Produkte ethnischer Minderheiten verkauft lag der Eingang zum Literaturtempel:

Schöne Sache. Beim weiteren erkunden der Stadt sind wir auf die Statue von Ly Thai To, dem Gründer von Hanoi, gestoßen:

Aufmerksamen Lesern von Wikipedia wird aufgefallen sein dass er von 1009 - 1028 Herrscher des Reiches Dai Co Viet (im heutigen Nordvietnam) war.

In Hanoi sind immer noch ein paar Leute mit Fahrrädern unterwegs, die alles mögliche transportieren und verkaufen:

Am besten noch mit einem batteriebetriebenen Megafon in einem Korb, das ganz automatisch die Produktpalette durchgibt.

Leider wurde dieses elegante, leise, kostengünstige und saubere Fortbewegungsmittel jedoch zunehmend durch laute Dreckschleudern ersetzt:

Wie man sieht lässt sich mit denen aber auch jede Menge transportieren.

Absolut sehenswert ist die “Train Street”, wo man an den Zuggleisen sitzen und einen Kaffee trinken kann:

Witzig war, als die Schranken am Bahnübergang wieder aufgingen nachdem der Zug durchgefahren war. Dann sind von beiden Seiten die Roller, wie bei einer Wall-of-Death, aufeinander zugestürmt:

Man könnte fast meinen man sei im Moshpit. Zugegebermaßen war es auch ähnlich laut und chaotisch.

Abends sind wir auf den Nachtmarkt gegangen. Bei einem Schlenker durch das Partyviertel sind wir an schönen Häusern vorbeigekommen:

Etwas weiter gab es dann einen Monster-Stau. Normalerweise gibt es in Vietnam keinen Stau da man sich mit den Rollern überall durchquetschen kann. Hier aber haben sich Fußgänger, Roller und Autos in einer Fußgängerzonen-artigen Straße an einer Stelle so sehr verdichtet dass alles nur noch gestanden ist. Es gab kein Vorwärts-kommen mehr. Und da man in Vietnam scheinbar auch kein Zurück kennt, hat irgendwann einer der Kellner angefangen seine Tische auf der Straße abzubauen damit wenigestens wieder ein paar Roller durchkommen. Der Plan hat bestens funktioniert denn der Stau hat sich dann recht schnell aufgelöst. Sehr pragmatisch, die Vietnamesen.

Das geht:

  • Die Methode wie hier Hackfleisch gemacht wird: man nimmt zwei Hackbeile und vollführt mit ihnen eine Art Trommelwirbel auf einem Stück Fleisch bis es klein gehackt ist - hat mich als Schlagzeuger sehr beeindruckt!
  • Die Laster der Müllabfuhr spielen hier ein nettes Liedchen, man hört sie also schon von weitem (Text: “Das üppig grüne Heimatland Vietnam. Kann es für immer sauber und schön bleiben? Das hängt von eurem Handeln ab. Es hängt allein von eurem Handeln ab. Das hängt von eurem Handeln ab. Es hängt allein von eurem Handeln ab.") - es gibt sogar einen Remix davon :)
  • Fahrräder!

Das geht nicht:

  • Angst bekommen beim Straße überqueren und plötzlich stehen bleiben - einfach immer schön langsam weiterlaufen
  • Banh Mi mit Pilz-Rousong
  • Die Lautstärke Hanois
Schlagworte:




Dies ist eine Antwort auf den Kommentar von . Antwort abbrechen [X]
Name:
Name:
Text: