Guarulhos

von Achim

Gestern Abend sind wir noch ein bisschen durch den Hotelgarten spaziert und haben Mangobäume entdeckt, die voller Früchte hingen:

Auf dem Boden lagen auch welche rum, sahen aber leider noch nicht reif aus.

Zum Abschluss unseres ersten Tages in Brasilien gab es dann einen sehr schönen Sonnenuntergang:

Heute haben wir uns weiter von den Strapazen des Anfluges erholt. Zum Beispiel am Beckenrand mit dem Schwarzwälder Kirschkuchen von meinem netten Lexoffice Team:

Dose auf, Schwarzwald raus. So einfach geht das. :)

Am Mittag haben wir Guarulhos, der Teil von São Paulo in dem unser Hotel liegt, noch etwas mehr erkundet. Nachdem uns die nette Frau an der Rezeption gestern den Walmart empfohlen hatte, wollten wir heute in einen einheimischen Supermarkt gehen. Also sind wir an der Autobahn in die andere Richtung spaziert und kamen im Ortsteil Vila Augusta raus:

Der Supermarkt war schon eher so wie ich mir das vorgestellt hatte: kleiner, chaotischer, mit mehr Produkten und vor allem mit mehr Leben. Bei den hiesigen Gebräuen scheint “Eisenbahn” hoch im Kurs zu stehen:

Da freut sich der jahrelange Regiopendler in mir.

Als ich Abends im Liegestuhl unser mitgebrachtes GEO gelesen habe, hat es plöztlich hinter mir geraschelt. Eine Kröte, die sich durch das Geräusch verraten hat:

Ob die wohl giftig ist?

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Die Reise beginnt in São Paulo

von Achim

Nach zwölf Stunden in einer fliegenden Dose, eingequetscht zwischen meiner Lieblingsfrau und einem dauerschlafenden Asiaten, sind wir doch tatsächlich in São Paulo rausgekommen. Leider hatte ich mir ja zwei Tage vor unserem Abflug in Deutschland noch eine Erkältung eingefangen. Ich schätze der chronische Schlafmangel der letzten Wochen, gepaart mit dem plötzlichen Wintereinbruch und der Tatsache dass all unsere Winterklamotten schon in Kartons verstaut waren, ging nicht spurlos an mir vorbei. Umso positiver fiel mir in São Paulo gleich die Temparatur auf - angenehme 18°C, bei denen man gut im T-Shirt rumlaufen konnte.

Am Flughafen haben wir schon gleich exotische Pflanzen gesehen:

Nachdem wir unser Zimmer in Flughafennähe bezogen hatten, haben wir den Autobahnabschnitt erkundet, an dem unser Hotel liegt. Dabei hat man einen guten Blick auf die äußeren Auswüchse von São Paulo (ca. 12 mio. Einwohner) bekommen:

Als erstes wollten wir uns im Supermarkt mit Lebensmitteln und Wasser eindecken, damit wir nicht im Hotel essen müssen. Die Obstabteilung war eine Augenweide:

Und das bereits bei Walmart, der ja nun nicht gerade für seine gut sortierten Lebensmittel bekannt ist. Lecker!

Auf dem Heimweg haben wir diese Samen entdeckt welche, ähnlich wie ein Ahornsamen, über eine “Propellerfunktion” verfügen:

Nur dass der Propeller fast die Größe einer halben Hand hat!

Jetzt haben wir heute und morgen um uns im Hotel ein wenig auszuruhen und über das Jetlag hinwegzukommen und dann geht’s zur nächsten Station.

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Ultraleicht oder ultradumm?

von Achim

Diese Reise unterscheidet sich in vielen Punkten von unseren zwei vorherigen großen Reisen. Einer der markantesten Punkte ist wohl dass wir nicht mit einem Auto und Koffern, sondern mit Rucksack und Bussen unterwegs sein werden. Das heisst wir müssen alles auf dem Rücken tragen. Da wir damit noch nicht soviel Erfahrung haben, haben wir zuerstmal unsere Rucksäcke gepackt, mit allem was uns notwendig erschien, und haben dann zuerst eine Testwanderung im Seepark (~1,5km) und an einem anderen Tag auf den Kaiserstuhl (~22km) unternommen:

Das war eine gute Idee, denn wir haben schnell bemerkt dass unsere Rucksäcke ziemlich schwer waren (ca. 18kg). Das wollten wir nicht die ganze Zeit auf dem Rücken schleppen, zumal da ja noch Essen und trinken dazu kommt. Also haben wir uns überlegt wie wir unser Gewicht nach unten drücken können.

Erfolg gebracht hat am Ende eine Kombination aus Weglassen und schweren Dingen durch leichtere ersetzen. So haben wir uns dazu entschieden unser Foto-Stativ Zuhause zu lassen. Ebenso nehmen wir leichtere und weniger Kleider mit, als auf unseren bisherigen Touren mit dem Auto. Das heisst wir werden ca. 2x pro Woche von Hand waschen müssen. Ungewohnt aber machbar. Und schließlich gab es noch die Gegenstände, die wir durch leichtere erstetzt haben. So konnten wir teilweise ganz erheblich Gewicht reduzieren. Zum Beispiel durch einen leichteren Laptop, leichtere Handtücher und leichtere Schlafsäcke:

Mein neuer Cumulus Lite Line 400 (danke für den Tipp, Christian!) wiegt fast ein Kilo weniger als mein alter Warmpeace Viking 900. Klar, er geht auch nur bis 2°C, während der Viking 900 bis -7°C geht. Aber da wir nicht im Winter zelten wollen, sollte das passen.

Bei all dem Gewicht sparen sollte man jedoch aufpassen dass man nichts wichtiges weglässt und somit seine Gesundheit oder Sicherheit auf’s Spiel setzt. Der Langstreckenwanderer Andrew Skurka hat das ganz schön in seinem Artikel Stupid Light beschrieben.

Ob wir am Ende zu viel, zu wenig oder ganz dumm gepackt haben, wird sich wohl in den nächsten sechs Monaten zeigen. Wir verraten nur so viel: Löcher haben wir bisher keine in unsere Zahnbürsten gebohrt.

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Abschied von Freiburg

von Achim

In fünf Tagen ist es soweit, dann heisst es Abschied nehmen von Freiburg und von Deutschland. Wir haben die letzten Wochen noch gerödelt und gepackt, renoviert, viel zu wenig geschlafen und uns überlegt wie wir das alles logistisch hinkriegen. Aber so langsam lichtet sich der Nebel und morgen ziehen wir aus. Wir freuen uns schon sehr auf den Abflug und darauf den ganzen Trubel hinter uns zu lassen. Wir werden allerdings auch sicherlich vieles vermissen. Zum Beispiel die tollen Sonnenaufgänge in unserer Wohnung (nochmal ein dickes fettes Dankeschön an Marc, ohne den wir die Wohnung nicht bekommen hätten!):

Den “Monsterbaum” bei uns im Viertel:

Oder auch einfach nur mit Freunden im Schwarzwald zu wandern:

Und sich über den Sonnenschein auf dem Gipfel zu freuen, während das Tal im Nebel hängt:

Aber am meisten werden wir wohl unsere Familien und Freunde vermissen. Umso schöner dass es geklappt hat noch einige von euch zu sehen bevor wir losziehen.

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Reiseführer - geschnitten oder am Stück?

von Achim

Da wir eine Rucksackreise machen, spielt Gewicht und Platz unserer Habseligkeiten eine große Rolle. Wir sparen wo wir können, so z.B. bei unseren Reiseführern. Wir verwenden “South America on a shoestring” und “Central America on a shoestring” von Lonely Planet. Mit zusammen über 1,4kg schon eine Ansage. Eine Kampfansage:

Wir wollten natürlich nicht auf Qualität verzichten, sondern nur auf unnötigen Ballast. Also haben wir die Länder, die wir nicht bereisen, einfach rausgeschnitten:

Gar nicht so einfach, Lonely Planet verwendet eine ziemlich gute Bindung, wie es scheint. Aber am Ende hat unser Brotmesser gewonnen:

Sehr schön, jetzt sind unsere zwei Reiseführer fast nur noch halb so schwer und groß:

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