Rollern um Labuan Bajo

von Achim

Für heute haben wir uns einen Roller ausgeliehen um die Umgebung zu erkunden. Nordwestlich von uns gibt es eine Landzunge die wir uns anschauen wollten. Die Straßen sind sehr steil und unser Honda Scoopy nicht der stärkste - aber er schafft es.

An einem Punkt sehen wir einen Wanderweg zum Meer raus. Da fahren wir gleich mal links ran (Linksverkehr) und steigen in den Wanderweg ein. Die Sonne brennt mal wieder gnadenlos auf uns herab. Wir müssen uns auch irgendwie immer die Mittagszeit für Ausflüge aussuchen. Aber wir werden mit tollen Aussichten entschädigt:

Richtig toll wird es dann als wir ganz vorne auf der Landzunge eine Gruppe Delfine im Meer entdecken:

Ob sie wohl hinter dem Schwarm fliegender Fische hinterher waren?

Wir gehen zurück zu unserem Scoopy und rollern die Straße weiter entlang. Auf einem Sattelpunkt haben wir einen anderen Blickwinkel auf die Bucht, die wir auch von unserem Zimmer aus sehen:

Leider ist die Straße eine Sackgasse und so drehen wir wieder um. Auf dem Rückweg gibt’s dann noch den ein oder anderen Fotostopp:

In einem kleinen Laden erfahren wir dass man zum schnorcheln wohl zum Waecicu Beach geht. Als wir dort ankommen stellt sich der jedoch als Schiffsfriedhof heraus:

Ursel erinnert sich, davon im Reiseführer gelesen zu haben. Wir beschließen hier besser nicht zu schnorcheln und gehen zu einem andern Abschnitt des Waecicu Strandes mit weniger toten Schiffen. Während Ursels Schnorchelenthusiasmus mal wieder nicht zu bremsen ist setze ich mich in den Schatten und lese. Es ist offiziell: ich bin ein Schnorchelsnob geworden und der Strand sieht einfach nicht sehr vielversprechend aus.

Zurück bei unserer Unterkunft entdeckt Ursel diesen (vermutl.) Tokeh Gecko im Pool-Bereich:

Ein toller Fund!

Das geht:

  • Einfach so vom Land aus Delfine im Meer entdecken
  • Zufällig in das nette holländische Pärchen von unserer Schiffstour reinlaufen - sie wollten wohl auch zum Waecicu Strand
  • Einen Tokeh Gecko fotografieren - sie sind wohl sehr scheu und so hatten wir sie bisher zwar schon sehr oft gehört, aber noch nie gesehen
  • Einen Artikel zur Abwechslung einfach mal im Präsens schreiben

Das geht nicht:

  • Sobald man vom Roller absteigt um loszuwandern bemerken dass man das Wasser im Zimmer vergessen hat - und das bei der Hitze!
  • Die Preise für Wasserflaschen in Restaurants - nur ein Drittel drin, dafür aber dreimal so teuer
  • Versuchen eine Schnorcheltour zum Manta-Point zu finden - es scheint nur das volle Komodo-Paket zu geben, von dem wir das meiste aber ja schon gesehen haben
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Erholung in Labuan Bajo

von Achim

Nach unserer tollen Überfahrt von Lombok nach Flores müssen wir uns jetzt erstmal ein bisschen ausruhen. Deshalb haben wir heute einfach mal nichts gemacht (also fast, haha).

Unsere Unterkunft ist ziemlich weit ausserhalb von Labuan Bajo. Man hat hier echt seine Ruhe (auch vor den Muezzins). Allerdings gibt es auch so gut wie keine Essensmöglichkeiten. Einzige Ausnahme: die New Eden Moringa Gallery. Das ist ein ziemlich cooles Bambushaus von einer Firma die mit Moringa-Produkten ihr Geld verdient und das Haus als Ausstellungsraum, mit angeschlossenem Café, nutzt:

Beim Bau wurde wohl darauf geachtet dass nur Bambus verwendet wird und es so wenige rechte Winkel wie möglich im Haus gibt. Das, und die schöne Einrichtung, machen das Haus wirklich saugemütlich:

Die Auswahl an Gerichten ist nicht allzu groß, aber dafür recht ausgefallen (Indonesian-Fusion). Mein Gericht, Flowers of the East, kam mit blauem Reis:

Ursel hatte einen Wassermelonen-Quinoa-Salat:

Es war sehr lecker!

Sehr schönes Café in dem man wunderbar verweilen kann. Die Protein-Riegel sind auch der Hammer.

Zurück in unserem Hotel konnten wir den Sonnenuntergang von unserem Zimmer aus genießen:

Echt premium, die Lage! Noch mehr freut uns allerdings dass wir endlich den Diesel-Gestank und die Abgase vom Schiff los sind.

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Komodo Kreuzfahrt - Im Haifischbecken

von Achim

Nach einer schönen Karaoke-Abschlussfeier gestern Abend an Deck war heute der letzte Tag unserer Komodo-Kreuzfahrt. Und den haben wir hauptsächlich im Wasser verbracht. Als erstes waren wir in Manjarite Gewässern schnorcheln:

Hier gab es große Fischschwärme:

Und viele bunte Fische:

Wir haben auch eine Schildkröte gesehen. Allerdings war sie leider zu weit weg für ein gescheites Bild.

Da es hier etwas tiefer war konnte ich gleich schonmal was von meinem Apnoetauchkurs anwenden.

Danach sind wir zur Insel Kelor gefahren wo es Baby-Riffhaie zu sehen gibt. Und in der Tat, wir haben sie gleich entdeckt:

Man muss noch nicht mal schnorcheln um sie zu sehen. Sie kommen in’s flache Wasser und schwimmen einem um die Füße:

Schon ein etwas komisches Gefühl aber sie waren ganz friedlich.

Wir sind trotzdem losgeschnorchelt und haben dabei noch dutzende weitere Babyhaie gesehen. Ein weiterer Höhepunkt war dieser Rochen:

Wir hatten gestern schon einen gesehen aber diesmal hat Ursel ihn richtig schön erwischt. Besonders als er sich zum ausruhen unter einen Felsen verkrochen hat:

Anschließend hieß es dann schon Abschied nehmen von unserem “Menami”-Boot, der Crew und unseren netten Mit-Passagieren. Es war wirklich ein tolles Erlebnis!

Das geht:

  • Eine unserer chinesischen Mitreisenden fragen ob sie Müsli kennt und als Antwort bekommen: “Klar, die haben ein Kopftuch auf und essen kein Schweinefleisch!” - ist mir vorher noch gar nicht aufgefallen dass Müsli und Muslim so nah beieinander liegen, aber Halal wäre es ja schonmal…
  • Mit dem kleinen Beiboot vom Schiff zum Hafen gefahren werden und dabei nicht untergehen - puh, dann wäre das auch geschafft!
  • Wir freuen uns jetzt schon darauf heute Nacht ohne Dieseldämpfe und -abgase in unserem Zimmer schlafen zu können

Das geht nicht:

  • Wenn beim duschen die Klobürste plötzlich anfängt durch’s Bad zu schwimmen - bei Schräglage in die falsche Richtung hat das Wasser auf dem Boden halt nicht den Abfluss erreicht
  • Wenn die Klospülung bei allen Klos ausfällt und man dann, naja, ihr könnt euch denken was dann so passiert…
  • Wenn plötzlich Wasser zum Kabinenfenster hereinkommt - wir haben ja schon geahnt dass sie nicht ganz dicht sind
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Komodo Kreuzfahrt - Ein Feuerwerk!

von Achim

Nachdem wir gestern ja hauptsächlich Strecke gemacht haben und es nur wenige Aktivitäten gab war es heute das komplette Gegenteil. Schon beim Sonnenaufgang waren wir bereits bei der Insel Komodo, die es aber noch zu umrunden galt:

Die Insel ist Teil des Komodo Nationalparks und Heimat der legendären Komododrachen (Komodowarane). Diese größten Echsen der Welt werden bis zu drei Metern lang und ihr Biss endet meist tödlich. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Aus Sicherheitsgründen darf man nur mit Rangern auf die Pirsch gehen. Unsere Gruppe hat zahlreiche der beeindruckenden Tiere entdeckt:

Wir hatten sogar extra Glück und uns ist ein junger Komodowaran über den Weg gelaufen:

Die schöne bunte Färbung haben wohl nur die Jungtiere.

Im Wald haben wir Hirsche, wohl eine beliebte Nahrung der Komodowarane, kämpfen sehen:

Nach einem leckeren Mittagessen auf dem Schiff ging es weiter zum Pink Beach. Die rosa Färbung des Strands kommt von Millionen kleiner Stückchen roter Korallen im Sand:

Richtig hübsch, und etwas surreal, war dann auch noch dieser Hirsch im Wasser:

Schnorcheln hat hier auch richtig Spass gemacht. Wir hatten schöne Korallen und beste Sicht:

Letzter Stopp des Tages war der Aussichtspunkt auf Padar-Island. Hier hat man wirklich einen ganz besondern Ausblick und sieht drei Buchten gleichzeitig:

Und etwas später haben wir noch Insta-kompatiblen Sonnenuntergang obendrauf bekommen:

Was für ein Tag - ein absolutes Feuerwerk!

Das geht:

  • Die schöne Landschaft um Komodo Island
  • Der rosa Strand - echt abgefahren
  • Endlich mal richtige Drachen sehen - naja, also fast

Das geht nicht:

  • Von seinen Eltern gefressen werden - die Komodowaran-Kinder müssen allerdings auch damit rechnen
  • Ein Vater der gedankenverloren am Strand herumläuft und dabei übersieht dass seine kleine Tochter direkt auf einen Komodowaran zuläuft - Ursel hat die Kleine zum Glück noch rechtzeitig aufgehalten
  • Heute haben wir über 600 Fotos gemacht - was das wieder Speicherplatz kostet…
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Komodo Kreuzfahrt - Walhai

von Achim

Heute sind wir gegen 7:00 an der Walhai-Stelle in Saleh Bay angekommen. Das Ganze läuft so ab dass ein Fischerboot versucht Walhaie anzulocken indem es, mit Futter angereichertes, Wasser ins Meer pumpt:

Wenn man Glück hat kommt dann ein Walhai:

Wir hatten heute Glück und der Walhai war sehr hungrig:

Unseren vier chinesischen Mädels wurde es dann aber doch ein bisschen unwohl als der große Fisch direkt auf sie zugeschwommen kam:

Ausgewachsene Walhaie können wohl bis zu 15m lang werden. Der hier war vermutlich um die vier Meter lang. Schön war als er sich ein bisschen vom Fischerboot entfernt hat und einfach so herumgeschwommen ist:

Es war zwar schön dass ich den Walhai diesmal auch sehen konnte, aber dieses ganze mit Futter anlocken und dann die ganzen Leute im Wasser macht das Erlebnis schon etwas fragwürdig. Für mich war’s das dann auf jeden Fall mit Walhaien oder sonstigen Tieren die man erst mit Futter anlocken muss. Bin ich absolut kein Fan davon.

Vor dem Mittagessen gab es dann “Fun Jumps”. Man durfte vom ganz oberen Deck (ca. 7-8m hoch) oder vom Bug (ca. 4m) in’s Wasser springen. Das Angebot wurde gut angenommen.

Ein weiteres Highlight war dass wir heute zweimal Delfine gesehen haben. Beides mal war es eine kleine Gruppe die um unser Schiff geschwommen und gesprungen ist:

Und am Abend gab’s dann noch einen dramatischen Sonnenuntergang:

Das darauffolgende Gewitter hat den Tag dann noch schön abgerundet.

Das geht:

  • Der Sternenhimmel auf See
  • Nicht um 4:30 vom Muezzin geweckt werden - die Moslems auf dem Schiff haben es auch ohne den Weckruf geschafft rechtzeitig zu beten
  • Die nette Gesellschaft auf dem Schiff

Das geht nicht:

  • Es gibt leider immer irgendjemanden der sich mit wilden Tieren daneben benimmt - heute war es der Typ der die ganze Zeit den Walhai anfassen musste um Selfies zu machen
  • Der Abgasgeruch in unserer “Deluxe Sea View Cabin A/C” ist so stark dass ich irgendwann gegen 4:30 an die frische Luft auf’s Deck musste - schlecht für meinen Schlaf, aber der Sternenhimmel war unglaublich!
  • Ich bin unentschieden: kommt der Gestank wirklich von den Abgasen oder schlafen wir vielleicht über einem undichten Treibstofftank?
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